DeNutte als Lichtblick im letzten Saisonspiel

Die Freude bei TuS Bad Driburg-Manager Franz-Josef Lingens, dass Sarah DeNutte trotz Stress zwischen zwei internationalen Turnieren zur Stelle war, war im Nu verfolgen. Gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim fehlte Katherina Michajlova wegen Krankheit und auch Shi Qi gab ihre Partien kampflos ab. „Katherina lag mit Fieber im Bett, ich konnte sie am Telefon kaum verstehen. Qi war sogar mit einem Fieberschock im Krankenhaus. Sie war fix und alle, ich dachte, dass sie jeden Moment vom Stuhl kippt“, beschrieb Lingens die Situation. An eine spannende Begegnung vor heimischer Kulisse war also nur im vorderen Paarkreuz zu denken. Eine gute Moral bewiesen Nina Mittelham/DeNutte, die mit einem kämpferischen 3:2 Hana Matelova/Marie Migot schachmatt setzten. Dann nahm die Niederlage für die Kurstädterinnen allerdings ihren Lauf, denn Matelova begeisterte mit einem 15:13, 11:7, 2:11, 12:10. Mittelham zeigte nach einem 1:6 im vierten Durchgang unnachahmliche Bälle. Beim 9:9 war alles offen. Doch die Tschechische Meisterin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. DeNutte bestätigte ihre aktuelle Galaform mit einem sicheren 3:1 gegen Ding. Der zweite kampflose Punkt und ein 3:0 von Wan bescherten den Bingerinnen das 4:2.

Die entscheidende Phase folgte, und da stürmte Mittelham zu einem 5:0 gegen Ding. Doch der gefürchteten Stärke gegen Abwehr sah sich die TTG-Spitzenspielerin diesmal nicht ausgeliefert. Mit einem 11:8, 11:6, 11:9 fuhr Ding das 5:2 ein. Da durch Shi schon der nächste Zähler in Aussicht stand, konnte Matelova ohne Druck gegen DeNutte agieren, aber auch die Luxemburgerin hatte nichts mehr zu verlieren. Die Fans kamen zum Abschluss beim 9:11, 11:8, 11:9, 15:17, 11:8 zu einem Hochgenuss. „Sarah wird einfach immer stärker. Im Laufe der Saison legte sie eine Klasse zu. Dass, sie gegen Yaping gewinnt, hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber Sarah kann die Bälle inzwischen auch super beschleunigen. Gegen Hana sahen die Zuschauer sehenswerte Halbdistanzduelle. Nina ist auf einem guten Weg. Gegen Hana lag ein 2:2 drin, gegen Yaping fehlte die Sicherheit. Unter den Umständen verkauften wir uns ganz hervorragend“, sagte Lingens, der allerdings erst einmal drei Kreuze unter diese schwierige Saison machte.

„Wir verfügten ja quasi von Beginn an schon über fünf Punkte, was unser Minimalziel für den dritten Platz war. Die Siege gegen die Ersatzspielerin konnten wir halt auch einplanen. Vorne schenkte dafür keiner dem anderen etwas, vor allem die Partien gegen Sarah waren sehenswert. Ding kam mit den weichen Topspin-Bällen nicht klar. Gegen Nina fand sie immer bessere Antworten auf die harten Schläge. Hana und Sarah lieferten sich lange Rallys. Für uns insgesamt ein super Abschluss, ob 6:2 oder 6:3 war dann nicht mehr wichtig. Der TuS war allerdings in dieser Saison arg gebeutelt“, erläuterte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.  

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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