Freier Eintritt beim letzten Bundesligaspiel

Der TuS Bad Driburg ist durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Spitzenspielerin Nina Mittelham und Shi Qi in der Tabelle sukzessive nach unten gepurzelt, sodass der achte Rang weit von den Saisonvorgaben abweicht. Zum letzten Heimspiel gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim melden sich die Beiden zurück, doch da türmt sich schon das nächste Problem vor Manager Franz-Josef Lingens auf. Die Nummer zwei Sarah DeNutte hatte schon vor einiger Zeit gefragt, ob sie pausieren kann. Die Luxemburgerin startet auch in Slowenien und nächste Woche in Kroatien. Elena Waggermayer hatte bereits signalisiert einzuspringen. „Doch jetzt machen berufliche Gründe voraussichtlich einen Strich durch unsere Rechnung. Da Sarah und Nina am Freitag in Slowenien rausgefolgen sind, werden beide am Sonntag in der Halle in Bad Driburg sein. Nina kann sehr gut gegen Abwehrspielerin Ding Yaping bestehen. Unsere Saison ist nach dem Sieg im ersten Rückrundenspiel in Essen ganz anders verlaufen als gedacht. Deshalb ist als Entschädigung für die Zuschauer auch der Eintritt diesmal frei. Auch die zahlreichen Helfer erhalten ein Dankeschön. Ich blicke schon nach vorn, und da hat mich der zweifache Titelgewinn von unserem Neuzugang Sophia Klee bei der Deutschen Meisterschaft der Mädchen mehr als gefreut. Auch international werden wir 2017/18 wieder am Ball sein“, malt Lingens die Zukunft rosiger. 

 

Die Bingerinnen werden von Rückenwind angetrieben, der sich durch den unerwarteten Sieg gegen eine komplette Truppe des SV DJK Kolbermoor aufbaute. „Wir hatten Bad Driburg eigentlich als unseren schärfsten Konkurrenten im Kampf um den dritten Tabellenplatz angesehen. Doch deren Rückserie war natürlich katastrophal. Wir brauchen noch einen Punkt, um auf Nummer sicher zu gehen, und den wollen wir auch holen. Bis auf Ding Yaping sind auch bei uns alle in Slowenien, aber es sollten alle rechtzeitig zurück sein. Aus diesem Grund reisen wir allerdings erst am Sonntag an“, gibt TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach Auskunft.

 

Ein Glücksfall war Neuzugang Marie Migot, denn die Französin integrierte sich auf Anhieb. „Marie hat unsere Erwartungen absolut erfüllt. Mit ihren 18 Jahren ist sie ja noch jung, und sie besitzt viel Potential. Wir hoffen, dass sie sich weiter positiv entwickelt. Die Zeit dazu bekommt sie von uns auf jeden Fall. Das ist wichtig, wie man an Wan Yuan sieht. Yuan lieferte eine 18:8-Bialnz ab und gehört inzwischen zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft. Hana Matelova hat sich im vorderen Paarkreuz absolut etabliert, über Ding Yaping müssen wir keine Worte verlieren. Ohne die Verletzungen wäre ein wenig mehr möglich gewesen, aber wir sind sehr zufrieden“, lobte Lautebach das Team.

Text: Martina Emmert

Bilder: Holger Straede

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