Doppelspieltag: Wie fit sind Nina Mittelham und Shi Qi?

Der Tabellenachte TV Busenbach hat mit der Revanche beim TTV Hövelhof positiv von sich reden gemacht, deshalb gibt sich das Team gut für die kommende Aufgabe gegen den TuS Bad Driburg gewappnet. „Es ist in der Tat immer wieder schön gegen meinen ehemaligen Klub zu spielen. Vor allem, wenn im Nachgang an die Partie bei einem kühlen Getränk freundschaftlich angestoßen werden kann. Unabhängig davon, wie das Ergebnis ausgefallen ist. Ich wünsche mir natürlich, dass unsere Gäste mit vier spielfähigen Akteurinnen antreten. Wir konnten schon durch die Ausfälle beim TUSEM Essen unserem Publikum nur eine Handvoll Spiele präsentieren“, hofft TVB-Mannschaftsführerin Göbel auf ein gute und spannende Begegnung.

Doch genau damit kann TuS-Manager Franz-Josef Lingens zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht dienen, denn Shi Qi ist bis Freitag krankgeschrieben, die Nummer eins Nina Mittelham ist noch nicht wieder ins Training eingestiegen. „Der Einsatz von den Beiden wird sich sehr kurzfristig entscheiden. Notfalls müssen sie ohne echte Vorbereitung an den Tisch, denn Ersatz ist auch nicht in Sicht“, bedauert Lingens diese Situation. Mit der luxemburgischen Nationalspielerin Sarah DeNutte wertet eine starke Spielerin das Lazarett auf, die in der Hinrunde beim 5:5 noch im hinteren Paarkreuz beide Einzel-Punkte markierte. In der Rückrunde bestätigt eine 5:2-Bilanz vorne die positive Entwicklung der 24-Jährigen. „Gegen Sarah haben wir 2015/16 spielen können. Tanja Krämer unterlag im Entscheidungssatz, ich siegte damals noch klar. Da die gegnerische Nummer zwei deutlich mehr Aufwand als wir Zwei zusammen betreibt, würde ich ihr die Favoritenrolle zuschustern. Wir beweisen allerdings an jedem Spieltag aufs Neue, dass manchmal weniger, mehr ist. Wir freuen uns auf einen engen Verlauf und auf unsere Gäste“, sagt Göbel.

 

Der SV DJK Kolbermoor hat die Vizemeisterschaft bereits in der Tasche, denn acht Punkte Vorsprung sind von der Konkurrenz nicht mehr aufzuholen. Auch wenn es der Nummer zwei Sabine Winter extrem schwer fällt ihrer lädierten Schulter Ruhe zu gönnen, so ist nur diese Maßnahme nachhaltig für eine Genesung wichtig. „Wir spielen gegen den TuS Bad Driburg lieber 5:5 oder gewinnen nur knapp. Wir benötigen für die nächste Saison eine gesunde und mental starke Sabine. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie nicht spielt. Wer die Lücke schließen wird, ist Moment allerdings noch offen“, erklärt SV DJK-Vorstandsmitglied Frank Berger.

Den letzten Auftritt vor heimischem Publikum in dieser Saison wollen alle genießen, und deshalb ist nach dem Spiel Partytime angesagt. „Es gibt ein Buffet, Freigetränke und Livemusik. Wir werden aber auch Bernadett Balint und Sibel Remzi verabschieden. Bernadett verlässt uns auf eigenen Wunsch. Sie beginnt in Ungarn ein Studium, und deshalb möchte sie nicht mehr so viel reisen. Sibel sollte eigentlich im Frankfurter Stützpunkt trainieren, war aber die meiste Zeit in der Türkei. Das war uns zu aufwendig“, erklärt Berger die Hintergründe. Ob sich die Bayerinnen für die kommende Saison nun so verstärken, um Ansprüche auf den Titelgewinn anzumelden, bleibt die spannende Frage. Für den TuS Bad Driburg gelten in Kolbermoor ähnliche Voraussetzungen wie in Busenbach. Mit einer dezimierten Truppe oder kampflos abgegeben Punkten, werden sich keine Chancen eröffnen. 

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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