TuS Bad Driburg doppelt gefordert am Wochenende

Sonnabend, 18.30 Uhr: LTTV Leutzscher Füchse 1990 – TuS Bad Driburg

Schlusslicht LTTV Leutzscher Füchse 1990 eröffnet den Reigen von vier Heimspielen am Stück gegen den TuS Bad Driburg. In der Vorrunde traktierte der LTTV die Nerven der Kurstädterinnen beim 4:6 gewaltig. Das Handicap, dass beim TuS Shi Qi und Katharina Michajlova nicht richtig fit waren, nutzten die Messestädterinnen rigoros aus. Michajlova scheint ihr Verletzungstief überwunden zu haben, denn bei der Deutschen Meisterschaft in Bamberg bedeutete der Sieg im Viertelfinale gegen Julia Kaim (SV Böblingen) die Bronzemedaille. „Das war meine erste Einzelmedaille bei der nationalen Veranstaltung. Entsprechend groß war meine Freude. Ich fühle mich wieder in guter Form, denn gegen Leipzig konnte ich nur „schupfen“, keinen Vorhandball ziehen. Der DM-Erfolg beflügelt, und vielleicht können wir noch den dritten Tabellenplatz erobern“, erklärt die 28-Jährige. Kathrin Mühlbach zeigte eine begeisternde Partie gegen Nina Mittelham, die nur unglücklich mit 10:12 im fünften Satz verloren ging. „Aktuell erhole ich mich noch in Kolumbien, und ich werde erst kurz vor dem Punktspiel wieder zurück sein“, verrät die Nummer eins der Gastgeberinnen.

Positive Signale sendet auch TuS-Spitzenspielerin Mittelham aus, die nach ihren Knochenprellungen in den Beinen wieder schmerzfrei spielen kann. „Nina ist seit einer Woche wieder beim Training, aber ihre Anweisung lautet eigentlich nur ein Spiel am Wochenende. Jetzt müssen wir schauen, wie wir die Kuh vom Eis bekommen, denn gegen die Messestädterinnen tun wir uns immer schwer. Da wir unbedingt gewinnen wollen, aber auch im zweiten Spiel gegen den ttc berlin eastside nicht wieder kampflose Spiele abgeben wollen, sitzen wir noch in der Zwickmühle. Eventuell reist Elena Waggermayer an, noch ist alles offen“, berichtet TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

 

 

Sonntag, 14 Uhr: TuS Bad Driburg – ttc berlin eastside

Der amtierende Deutsche Meister ttc berlin eastside führt die Tabelle souverän mit 20:0 Punkten an. Das Halbfinal-Hinspiel in der Champions-League wurde mit 3:2 bei der Linz AG Froschberg gewonnen, und trotzdem bleiben Trainerin Irina Palina Sorgenfalten vor der Partie beim TuS Bad Driburg nicht erspart. „Unsere Nummer eins Petrissa Solja spielte nach ihrem Muskelfaserriss in der Schulter gegen Linz das erste Mal wieder. Sie berichtete danach, dass es nicht schlimmer geworden sei. Chantal Mantz ist verletzt und fällt aus. Der Einsatz unserer Japanerin Yui Hamamoto ist fraglich. Es ist echt chaotisch, und es kann immer noch so viel passieren. Das wird die größte Gefahr vor der Partie in Bad Driburg. Doch egal wie groß die Hürden sind, wir werden sehen, dass nichts anbrennt“, sagt Palina, die dann wohl auch schon wieder ihren Schläger putzen darf. Mit der Deutschen Doppel-Meisterin Shan Xiaona und Georgina Pota stehen aktuell zumindest zwei fitte Stammakteurinnen zur Verfügung. 

„Unsere Aufstellung gegen Berlin ist noch offen. Wir wollen dem Spitzenreiter und vor allem unseren heimischen Fans ein schönes Spiel bieten“, meint TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

 

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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