TTV Hövelhof bekommt den Stempel des Favoriten aufgedrückt

Der TuS Bad Driburg sitzt im Prestigeduell gegen den TTV Hövelhof schwer in der Bredouille, denn die Nummer eins Nina Mittelham fällt wegen Knochenprellungen an den Sprunggelenken aus. „Nina knickte beim ETTU-Cup-Viertelfinale in Ankara gleich im ersten Satz um. Der harte Boden bereitete allen Spielerinnen Probleme. Uns bleibt keine andere Wahl. Nina wird ihre Partien kampflos abgeben“, bestätigt TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Denn auch die Nummer zwei Sarah DeNutte steht wegen den Meisterschaften in ihrer Heimat nicht zur Verfügung. „Der luxemburgische Verband legt Wert darauf, dass Sarah mitspielt. Das kann ich gut nachvollziehen, denn sie wurde als Star immer sehr gefördert und unterstützt“, so Lingens.

Dafür ist einmal mehr Elena Waggermayer zur Stelle, die am Freitag aus Laboe mit der Familie eintrifft. „Ich muss erst einmal schauen, dass ich mir Shi Qi zum Training besorge. Seit November 2016 spiele ich quasi ohne Training, immer nur mit ein paar Einheiten vorher, wenn ich gebraucht werde. Deshalb sind die Erfolgsaussichten eher gering“, gibt die 34-jährige, ehemalige österreichische Nationalspieler Auskunft. Doch auch im Hinspiel zeigte sich Waggermayer, trotz weiterer Anreise, mit einem 3:2 gegen Yvonne Kaiser siegreich. Die Chinesin Shi präsentierte sich zuletzt im ETTU-Cup-Rückspiel gegen den türkischen Klub mit zwei Punkten in ausgezeichneter Verfassung. Und für Katharina Michajlova führt der Weg nach langer Verletzungspause inzwischen auch wieder nach oben. „Vielleicht können wir die Begegnung trotzdem offen gestalten, aber in erster Linie wollen wir uns gut verkaufen“, erklärt Lingens.

„Für uns wird das ein ganz unangenehmes Spiel, in dem wir nur verlieren können. Denn auch wenn Nina Mittelham schenkt, sind die Kurstädterinnen nicht chancenlos. Ich bin schon zu lange im Geschäft und habe schon alles erlebt. Ich baue darauf, dass sich die Mannschaft reinhängt. Das Wechselkarussell dreht sich überall, und unsere Spielerinnen brauchen neue Vereine. In Sachen Rücken bin ich bei Wang Aimei zuversichtlich, aber wir werden auf jeden Fall auch unsere Spielertrainerin Jing Tian-Zörner an Bord haben“, sagt TTV-Manager Klaus-Dieter Borgmeier.

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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