Triumph des Gymmasium St. Xaver als Vize-Landesmeister bei den Schulen in der Sportart Tischtennis in Düsseldorf:

Am gestrigen Mittwoch fand das Finale der Landesmeisterschaften der Schulen im Tischtennis im
Bundesleistungszentrum in Düsseldorf statt. Hierzu hatten sich die Mädchen-Mannschaften des
Gymnasium St. Xaver in der Wettkampfklasse II der Jahrgänge 2000 bis 2003 und das Hüffert-
Gymnasium aus Warburg nach erfolgreicher Teilnahme an den Kreismeisterschaften in Brakel und
den Bezirksmeisterschaften in Hövelhof qualifiziert.

Schon in aller Frühe ging es mit einem Kleinbus von Warburg über Bad Driburg in Richtung
Düsseldorf, das Ziel der Mädchen und einem kleinen Betreuerteam war das Deutsche Tischtennis-
Leistungszentrum in Düsseldorf – der Trainingsstätte der besten Tischtennisspieler Europas und der
Heimspielort von Borussia Düsseldorf mit ihrem Spitzenspieler Timo Boll. Auch die
Spitzenspielerin Nina Mittelham vom TuS Bad Driburg, aktuell bei der U-21 Europameisterschaft
in Sotschi aktiv, war eine lange Zeit im Internat des Deutschen Leistungszentrum untergebracht.
Nach erfolgreichen Teilnahmen im Jahr 2014 und 2015 mit einem dritten und einen sehr guten
zweiten Platz sollte dieses Jahr der ganz große Coup gelingen. Die Fahrt zum Bundesfinale „Jugend
trainiert für Olympia im Tischtennis“ in Berlin vom 02. bis 06. Mai 2017. Auf dem Weg dorthin traf
man wieder auf altbekannte Namen, weitere 4 Mannschaften qualifizierten sich in den einzelnen
Bezirken für die Landesmeisterschaft, das Gymnasium Wilnsdorf (Regierungsbezirk Arnsberg), die
Viktoriaschule aus Aachen (Bezirk Köln), das Städtische Gymnasium Ochtrup (Bezirk Münster)
und die Realschule der Stadt Rees, Kleve.

Im ersten Spiel ging es für Alexandra Eirich, Sina Pape, Alice Holtgrewe, Veronika Bessonov,
Johanna Thöne (alle TuS Bad Driburg e.V.), Lara Nolte (DJK Nieheim) und Corinne Weber (SV
Bergheim) gegen das Gymnasium aus Wilnsdorf. Gleich die ersten beiden Doppel wurden glatt in
drei Sätzen gewonnen und so ging es auch dann weiter. Johanna Thöne und Lara Nolte erhöhten
den Spielstand auf 4:0 durch ihre gewonnen Einzel. Dann kam es zum Spitzenspiel zwischen
Alexandra Eirich und Heller vom Gymansium Wilnsdorf. In einem spannenden und hochklassigen
Match konnte sich Alexandra knapp in fünf Sätzen behaupten. Dann war der Bann gebrochen, alle
weiteren Spiele gingen glatt an die Mädchen vom St. Xaver. Mit einem 9:0 und 27:3 Sätzen war ein
Einstand nach Maß gelungen, so konnte es weitergehen. Im Duell an den Nachbartischen
behauptete sich die Mädchen-Mannschaft von Ochtrup hauchdünn mit 5:4 (17:17 Sätze) gegen die
Viktoriaschule Aachen.

Die Viktoriaschule aus Aachen war dann gleich der nächste Gegner, nach der ersten Runde gingen
die Mädchen als klarer Favorit in dieses Spiel. Doch so einfach wurde zumindest am Anfang nicht,
Aachen hatte taktisch aufgestellt und das stärkere Doppel aus dem oberen Paarkreuz als 2. Doppel
gemeldet. So ging Doppel 1 mit Eirich/Pape klar an Bad Driburg, das Doppel 2 mit
Holtgrewe/Bessonov musste lange kämpfen, um im 5. Satz den 2. Punkt einzufahren. Danach
wurde es nur noch einmal eng im Spiel von Sina Pape gegen die Nr. 2 von Aachen. Auch hier fiel
die Entscheidung erst im fünften Satz, wieder zugunsten von Bad Driburg. Alle anderen Spiele
gingen eindeutig an die Mädels vom St. Xaver, so dass auch das 2. Spiel mit 9:0 und 27:5 Sätze
zugunsten des Favoriten endete. Die Euphorie war nun groß, die Medaillenplätze waren somit
schon sicher.

Nun ging es gegen den Mitfavoriten die Realschule der Stadt Rees (Kleve), die ihr erstes Spiel mit
7:2 gegen Wilnsdorf gewannen. Nach den Eindrücken der erste Spiele musste dieses Spiel die
Entscheidung um die Tickets nach Berlin bringen, so gingen die Mädchen auch hochmotiviert in
diese Partie. Die beiden Anfangsdoppel brachten schon starke Ballwechsel und dem Betreuerteam
Sarah Henneböhl und Alois Holtgrewe war es sofort klar, in dieser Begegnung wird es sehr sehr
eng. Zumal die Damen der Realschule noch zum Teil mit „Material“ an den Start ging, sie spielten
nicht wie fast alle Spielerinnen in Düsseldorf mit glatten Belägen, sondern mit „Noppen außen“
Belägen. Nach den Doppel stand es 1:1, auch das untere und das obere Paarkreuz konnte keine
Entscheidung bringen. Lara Nolte u. Alexandra Eirich gewannen ihre Spiele, Thöne und Pape
gingen leider als Verlierer vom Tisch. Wobei sich Sina Pape gegen die Materialspielerin nach einem
fast aussichtslosen Rückstand wieder in die Partei kämpfte. Dann stand es 3:3, alle weiteren 3
Spiele gingen dann aber leider an den Gast. Und dies zum Teil recht unglücklich, auch einen hohen
Vorsprung konnten die Driburger nicht ins Ziel bringen. Endstand im 3. Spiel somit 3:6 mit 13:19
Sätzen. Damit war die Reise in die Bundeshauptstadt in weite Ferne gerückt, jetzt musst man schon
auf Schützenhilfe hoffen.

Nach einer kurzen Enttäuschung ging es in die letzte Partie des Tages gegen das Gymnasium
Ochtrup. Die Mädchen aus Ochtrup waren schon einmal der Spielverderber im Jahr 2015, in einem
äußerst engen Spiel verlor man damals mit 4:5, wobei die Mädels vom St. Xaver in den Sätzen
sogar mit 18:16 vorne lagen. Diesmal sollte es anders laufen, zumal Ochtrup krankheitsbedingt nur
mit 5 Spielerinnen antreten konnte, so stand es zu Anfang schon 2:0 für das Gymnasium St. Xaver.
Das es zum Schluß aber so glatt für Bad Driburg ausging, damit hatte keiner der Betreuer gerechnet.
Alle Mädchen hatten die Niederlage gegen Kleve gut verdaut und waren in der „offenen“
Spielweise wieder voll auf der Höhe. Das Spielsystem von Ochtrup lag unseren Mädchen erheblich
besser, in schnellen und langen Ballwechseln behielten sie zumeist die Oberhand. Am Ende hieß es
8:1 und 25:5 für das Gymnasium St. Xaver. Jetzt konnte nur noch ein Wunder, den ersten Tabellen
platz bringen. Doch zu diesem Wunder kam es erwartungsgemäß nicht, die fünf Mädels aus
Ochtrup konnten nicht viel gegen Rees ausrichten und verloren das Spiel im Endeffekt recht glatt
mit 2:7. Nur die Spitzenspielerin von Ochtrup konnte mit Rees mithalten und war für die 2 Punkte
verantwortlich.

Im letzten Spiel des Tages wurde es sehr eng, Aachen besiegte Wilnsdorf mit 5:4. Somit standen die
Platzierungen fest. Wie schon in 2015 reichte es leider wieder nur zu einem guten 2. Platz für das
Gymnasium St. Xaver. Aber so beständig war keine 2. Mannschaft in der Vergangenheit, in den
letzten 4 Jahren 3mal unter den Erstplatzierten auf Landesebene. Das soll uns erst einmal jemand
nachmachen. Und wir versuchen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, denn einige junge
Nachwuchskräfte warten schon auf ihren Einsatz. Leider ist ein Einsatz von jüngeren Spielerinnen
in einer Klasse mit älteren Spielerinnen nicht möglich.

Die Platzierungen in der Wettkampfklasse II (2000 bis 2003) im Einzelnen:
1. Platz Realschule der Stadt Rees, Kleve
2. Platz Gymnasium St. Xaver
3. Platz Städtisches Gymnasium Ochtrup
4. Platz Viktoriaschule Aachen
5. Platz Gymnasium Wilnsdorf

Die Reise nach Düsseldorf hatte sich trotzdem wieder gelohnt, mit einem Pokal,
Silbermedaillen, Urkunden und T-Shirts für alle Mädchen und dem Sieger der
Wettkampfklasse III (2002 bis 2005) dem Hüffert-Gymnasium aus Warburg ging es nach
einer tollen Veranstaltung wieder zurück nach Bad Driburg. Alle waren sich einig: im
nächsten Jahr greifen wir wieder an.


Die glücklichen Silbermedaillen Gewinner
Foto: (v.l.) Sina Pape, Veronika Bessonov, Lara Nolte, Alice Holtgrewe, Corinne Weber, Johanna
Thöne und Alexandra Eirich
 

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