Sarah DeNutte macht positiv von sich reden

Sarah deNutte vom TuS Bad Driburg feierte beim TUSEM Essen ein grandioses Debüt im vorderen Paarkreuz. Mit einem 11:9 im fünften Satz behauptete sich die Luxemburgerin gegen Barbora Balazova, und auch im Doppel gelang zusammen mit Katharina Michajlova mit einem knappen 3:2 gegen Su Yan/Alena Lemmer der perfekte Start in die zweiten Saisonhälfte. Für die nächste Attacke der Kurstädterinnen zeigte sich Nina Mittelham verantwortlich, die sich nach dem mehr als deutlichen 0:3 in der Hinrunde mit einem 11:9, 11:6, 5:11, 13:11 gegen Nadine Bollmeier rehabilitierte. Im vierten Durchgang ereilte die TuS-Spitzenspielerin nach einem 2:7 zum 10:7 ein typischer Weckruf. Bis zur Pause mussten die Gastgeberinnen mit dem Punkt im Doppel von Balazova/Bollmeier mit 3:1 gegen Mittelham/Shi Qi vorlieb nehmen.

 

Ein Zwei-Punkte-Vorsprung blieb dem TuS bis zum 5:3 erhalten. Shi, die zur Rückrunde ins hintere Paarkreuz rutschte, wurde ihrer Favoritenrolle gegen Lemmer sicher gerecht. Beim TUSEM ließen dafür Su und Balazova wieder die Hoffnungen wachsen. Die Slowakin zeigte gegen Mittelham beim 3:1 eine prachtvolle Leistung. DeNutte strotze vor Selbstbewusstsein und erntete nach dem 11:9, 8:11, 11:9, 11:4 gegen Bollmeier von ihren Teamkolleginnen und Manager Franz-Josef Lingens viel Beifall. „Sarah spielt sehr schnell, zieht einen aggressiven Topspin gleichermaßen mit Vor- und Rückhand. Aber auch Nina zeigte erstklassige Bälle, war gegen Balazova nah am 2:2-Satzausgleich. Wer weiß wie der Fünfte verlaufen wäre“, sagte TuS-Manager Franz-Josef Lingens.  Die Schlussphase erlebte noch einmal einen Spannungskick, denn Shi geriet gegen Su mit 6:11, 9:11 ins Hintertreffen. Mit einem 11:4, 11:3 folgte der eindeutige Konter. Der fünfte Satz stand auf des Messers Schneide. Nach einem verpatzten 1:4 verfügte die Bad Driburgerin zum 13:11 schließlich über die besseren Nerven. „Qi erging es in Böblingen schon einmal ähnlich, aber sie blieb letztendlich cool. Und wir sind nun im Kampf um den dritten Tabellenplatz, dank des TV Busenbach, wieder im Geschäft“, erläuterte Lingens. Auch in dieser Partie kam die ausgezeichnete Vorstellung von Lemmer im finalen Einzel gegen Michajlova nicht mehr in die Wertung. „Katharina enttäuschte auf gar keinen Fall, aber Alena verdiente sich ein Lob“, so Lingens.

 

„Es ist wie verhext. Bad Driburg wird so etwas wie ein Angstgegner für uns. Trotzdem ist die Niederlage nicht tragisch. Sarah DeNutte überraschte uns eigentlich nicht, denn sie rückte ja nicht umsonst ins Spitzenpaarkreuz. Barbora unterliefen gegen sie viele, kleine Fehler. Bei Nadine war der Knackpunkt gegen Nina nach dem 7:2 im vierten Satz. Spielerisch agierte unsere Nummer zwei phasenweise unglücklich. Das Resultat hört sich klarer an als es war. Ein 5:5 oder sogar Sieg wäre nicht unmöglich gewesen. Yan lag gegen Qi im fünften Abschnitt noch 9:8 vorn. Das war schade, aber nicht zu ändern“, fasste TUSEM-Teammanager Klaus Ohm zusammen.

Text: Martina Emmert (DTTB)
Fotos: Holger Straede
 

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