Sabine Winter und Kristin Silbereisen behaupten sich als Topduo der Liga

Der TuS Bad Driburg erwischte gegen den SV DJK Kolbermoor zum 0:2 den klassischen Fehlstart. Die Befürchtung von TuS-Manager Franz-Josef Lingens passte wie die Faust aufs Auge. Mit Nina Mittelham/Shi Qi und Sabine Winter/Kristin Silbereisen standen sich die besten Doppel der Liga gegenüber. Und mit einem 5:11, 12:10, 7:11, 11:5, 11:7 zogen die Europameisterinnen aus Kolbermoor gleich einen dicken Fisch an Land. „Insgesamt war das eines unserer besseren Spiele. Was die vier Spielerinnen da oben zauberten war schon klasse. Im fünften Abschnitt lagen Nina und Qi noch 7:3 vorn, als eine gegnerische Auszeit Wirkung zeigte“, erklärte Lingens. Sarah DeNutte und Elena Waggermayer, die wieder für die verletzte Katherina Michajlova einsprang, quittierten ein 0:3 gegen Bernadett Balint/Sibel Remzi. „Bei dieser Konstellation konnte alles passieren. Ein 0:3 wäre Sabine und Kristin sicher nicht unterlaufen. Im Endeffekt gab eine feine Nuance den Ausschlag, vielleicht aufgrund der größeren Erfahrung. Mindestens genau so erfreulich ist die Konstanz mit der Bernadett und Sibel gewinnen. Dadurch entwickelten wir in letzter Zeit eine Doppelstärke“, freute sich auch SV DJK-Coach Michael Fuchs.

Auf 4:0 zogen die Bayerinnen im oberen Paarkreuz davon, denn Silbereisen deklassierte Mittelham mit einem 11:9, 11:7, 11:5. Winter überzeugte mit einem letztendlich sicheren 3:1 gegen Shi. Die Entscheidung fiel, als Balint ein 3:0 gegen Waggermayer zum 5:0 markierte. „Nach diesem Vorsprung spielte es sich natürlich leichter. Kristin nagelte Nina auf der Rückhandseite fest. Dass sie dicht am Tisch blieb, und die Bälle schnell blockte war wohl der Schlüssel zum Erfolg. Aber auch im Aufschlag-Rückschlag-Bereich war Kristin den Tick stärker“, resümierte Fuchs. Für Ergebniskosmetik sorgte DeNutte mit dem 3:1 gegen Remzi. „Alle Sätze waren eng und nach dem 1:1 lag Sibel 9:7 vorn, als sie zwei leichte Bälle mit der Vorhand vergab“, so Fuchs.

Kein Beinbruch, denn Silbereisen setzte ihren unglaublichen Sturmlauf mit einem 11:4, 11:4 gegen Shi fort. Das Konzentrationsloch zum 10:12 rückte die Nummer zwei der Gäste zum 4:0 wieder ins richtige Licht. Bei Winter roch es nach einem 11:4 anfangs auch nach einem glatten Durchmarsch gegen Mittelham. Doch in diesem Prestigeduell kämpfte sich die 20-Jährige in die vorderste Front zurück, und jubelte nach dem 11:8, 7:11 11:7, 11:7 verdientermaßen. Parallel ließ Silbereisen jedoch zum 11:5 nichts mehr anbrennen. „Shi ist nur wahrlich keine schlechte Gegnerin, da reicht eine kleine Unaufmerksamkeit. Wir wussten, dass Bad Driburg kein einfacher Gegner werden würde, und nahmen den Konkurrenten nicht auf die leichte Schulter“, meinte Fuchs. „Kristin agierte schon sehr stabil ihre Bälle haben eine unglaubliche Beschleunigung. Aber auch Nina wächst, wie sie mit dem Punkt gegen Sabine bewies. Sie zog schon den ersten Ball an, und gewann auch Halbdistanzduelle“, lobte Lingens, der alles andere als enttäuscht klang.

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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