Die besten Doppel der Liga begegnen sich

Der SV DJK Kolbermoor hat keine Kosten und Mühen gescheut das voraussichtliche Spiel um die Herbstmeisterschaft, vielleicht sogar schon um die Deutsche Meisterschaft gegen den ttc berlin eastside zu dem Event der gesamten Saison 2016/17 werden zu lassen. Die Spielabsetzung (11. Dezember) hat im Verein den Ausnahmezustand ausgelöst. Die Frage nach den Chancen in Bad Driburg beantwortet DJK-Vorstandsmitglied Frank Berger mit den Worten: „ Wir befinden uns nach dieser kurzfristigen Absage in der Schockstarre. Wir können uns überhaupt nicht auf die Partie in Bad Driburg konzentrieren. Der Termin der Grand Finals stand schon vor der gesamten Spielplanterminierung fest.“ Die maßlose Enttäuschung bei Berger wurde überdeutlich. Das Kind ist tief in den Brunnen gefallen, abzuwarten bleibt, wie sich alle Beteiligten aus dieser Zwickmühle befreien wollen.

Bei 7:5 Punkten herrscht dafür beim Tabellenvierten TuS Bad Driburg Zufriedenheit, und auch die Aufgabe am Freitag in der Champions-League gegen UCAM Cartagena wird mit Gelassenheit angegangen. „Elena Waggermayer kommt mit der ganzen Familie, deshalb wird sie auch gegen Kolbermoor antreten. Katharina Michajlova kann sich noch schonen“, berichtet TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Spitzenspielerin Nina Mittelham, die am Mittwoch  ihren 20. Geburtstag feierte , zeigte zuletzt wieder viel Spielwitz beim 3:1 gegen Qianhong Gotsch (SV Böblingen). „Trotzdem wird es sehr schwer für uns oben zu punkten. Nina spielt einfach besser gegen Abwehr. Gegen offensive Systeme findet sie hoffentlich bald Stabilität. Sabine Winter und Kristin Silbereisen bedeuten eine hohe Hausnummer. Wenn wir allerdings etwas beschicken wollen, dürfen wir oben nicht 0:4 spielen“, sagt Lingens.

Die Doppel werden eine wichtige Auftaktphase bilden, denn je nachdem kann es zwischen Mittelham/Shi Qi und den Europameisterinnen Winter/Silbereisen zum Vergleich der stärksten Duos der Liga kommen. Beide Paarungen besitzen noch eine weiße Weste. „Ob das wünschenswert ist, weiß ich allerdings nicht. Ein 2:0 wäre dann möglich. Das Risiko, das ein 0:2 daraus wird, wäre für uns wohl größer. Und ein 1:1 wäre schon die Bedingung für einen engeren Verlauf“, ergänzt Lingens. Im hinteren Paarkreuz wird sich zeigen, ob Sarah DeNutte die Chance bekommt, sich gegen Bernadett Balint zu rehabilitieren. Ihre Form ist blendend, wie die 9:2-Bilanz beweist. 

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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