Kurstädterinnen spielen ohne Katharina Michajlova

Während Nina Mittelham und Sarah DeNutte vom TuS Bad Driburg bei den Swedish Open in Major internationale Erfahrung sammeln, erhielt TuS-Manager Franz-Josef Lingens die Botschaft seiner Nummer vier. Die Ampel steht bei Katharina Michajlova wegen einer Verletzung immer noch auf rot. „Elena Waggermayer wird deshalb erneut als Vertretung ins Team rücken. Durch die letzten Ergebnisse der Sportvereinigung sind wir vorgewarnt. Wir wollen allerdings gewinnen, um mit unserem Konto nicht ins Minus zu rutschen. Wenn Nina hundert Prozent gegen Qianhong Gotsch abrufen kann, sollte sie Möglichkeiten gegen die Abwehrspielerin besitzen. Auch Sarah war exzellent in Form. Ihre Einzel sehe ich bei 55:45 Prozent, also mit leichten Vorteilen zu Gunsten unserer Luxemburgerin. Über ein 6:4 wäre ich happy, ein Remis nehmen wir auch. Doch erst einmal müssen wir alle Spielerinnen auf unserer Anfahrt am Sonnabend einsammeln. Elena kommt aus Laboe. Shi Qi holen wir in Gelsenkirchen, Nina und ihren Bruder Nico in Willich ab. Das ist bei uns immer echt kompliziert. Dann sind es immer noch rund fünf Stunden. Doch der Tisch im Böblinger Brauhaus ist schon reserviert. Da ist es immer sehr nett“, freut sich Lingens auch auf den gemütlichen Teil.

Die SVB haute zuletzt ordentlich auf den Putz, nun soll die TuS-Mauer wackeln. Coach Andzej Kaim bestätigte die hervorragende Stimmung. „Ja, es läuft gut zurzeit. Und gegen Bad Driburg ist es sicher ein Plus, dass wir zu Hause spielen. Auch wenn es mal nicht optimal aussieht, können unsere Fans positiv manipulieren. Unsere Philosophie ist ein intaktes Betriebsklima, und das ist ausgezeichnet. Das fördert die Motivation, aber auch die Lockerheit. Bei uns wird absolut kein Erfolgsdruck aufgebaut. Hongi hat einen großen Einfluss auf ihre jungen Kameradinnen. Das ist der Wahnsinn. Sie übernimmt eine Vorbildfunktion, alle versuchen ihr nachzueifern. Sie ist immer freundlich, aber ohne Gnade zu ihren Gegnerinnen. Eine perfekte Mischung“, berichtet Kaim.

Die Nummer zwei Rosalia Stähr arbeitet verstärkt daran, ihr Spiel variabler zu gestalten, sich nicht nur auf die Defensive zu verlassen. Ihr Auftritt soll durch Offensivattacken schwerer zu lesen werden. „Rosi kommt noch, sie ist auf dem richtigen Weg. Sie macht sich viele Gedanken, analysiert die Spiele und probiert etwas Neues. Auch wenn es bislang noch nicht mit einem Sieg klappte, bin ich für die Zukunft optimistisch“, betont der Coach, der ein offenes Spiel erwartet.

Text: Martina Emmert

Bilder: Holger Straede

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