Neue Westfälische: Bad Driburg verliert den Champions League Krimi

Bad Driburg (um). Der Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg kämpfte Freitagabend vor gut 300 Zuschauern im ersten Champions-League-Heimspiel der Vereinshistorie gegen den österreichischen Meister Linz AG Froschberg. Und es wurde ein echter Krimi, der fast viereinhalb Stunden dauerte. Am Ende wurde aus dem Krimi aber ein Drama – der TuS Bad Driburg lag 0:2 zurück und schaffte noch den Ausgleich. Im entscheidenden fünften Spiel führte Spitzenspielerin Nina Mittelham bereits mit 2:0-Sätzen (13:11, 11:8), die Überraschung war zum Greifen nahe, doch sie brach dann aber ein und verlor ihr Spiel noch mit 2:3.

Das erste Spiel bot schon viel Spannung und Dramatik. Bad Driburgs Shi Qi verlor mit 1:3-Sätzen (9:11, 11:8, 14:16, 9:11) gegen Sophia Polcanova. Es war aber durchaus ein Sieg für den TuS drin, denn im dritten Satz vergab Qi vier Satzbälle. Bad Driburgs Nummer eins Nina Mittelham fand im zweiten Spiel nicht so richtig ins Spiel, ihre Vorhand kam nicht gegen Mo Zhang und verlor ebenfalls mit 1:3 (7:11, 11:5, 9:11, 6:11). Im dritten Match standen sich Sarah de Nutte und Linda Bergström gegenüber. Die Driburgerin lag mit 1:2-Sätzen zurück (8:11, 13:11, 7:11), holte aber den vierten Satz mit 10:5 und gewann auch den Entscheidungssatz mit 11:7 – der TuS Bad Driburg verkürzte auf 1:2 und war wieder im Rennen.

 

Shi Qi war wieder an der Reihe, diesmal gegen Zhang Mo. Die ersten beiden Sätze waren spannend und heiß umkämpft. Knapp verlor die Driburgerin aber beide (10:12, 11:13). Shi Qi gab aber nicht auf und gewann den dritten und vierten Satz jeweils mit 11:7. Den Entscheidungssatz holte sie sich dann auch mit 14:12 und schaffte somit für den TuS den Ausgleich zum 2:2. Der TuS Bad Driburg nimmt damit nach der Hälfte der Vorrunde in der Gruppe sieglos den dritten und letzten Platz in der Gruppe B ein, die von Linz vor Cartegena angeführt wird.

Text: Neue Westfälische
Bilder: Holger Straede

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