Der TuS Bad Driburg sehnt sich nach Wiedergutmachung

Die Kerbe, die sich der TuS Bad Driburg im Derby beim TTV Hövelhof hat einritzen lassen, sitzt ganz schön tief. Eine große Leere erfasste Spielerinnen und Manager Franz-Josef Lingens, der Appetit auf ein gemeinsames Essen im Anschluss war vergangen. Doch die Uhr tickt weiter, die Niederlage Schnee von gestern. Entsprechend zuversichtlich blicken die Kurstädterinnen nach vorn. Da wartet nicht nur Gastgeber TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, sondern in der Champions-League öffnet sich der Vorhang für das erste Heimspiel. Dem TuS Bad Driburg hatte es die Suppe in Hövelhof verhagelt, vor allem das 0:4 im oberen Paarkreuz sorgte für eine dicke Enttäuschung. „Elena Waggermayer nahm eine Menge Reisestrapazen in Kauf, und schaffte sogar eine Überraschung. Ich hatte eigentlich vorne drei Punkte einkalkuliert, kein Wunder, dass ich sauer war. Nina Mittelham wird hoffentlich den Anspruch haben, sich für ihre schwache Vorstellung rehabilitieren zu wollen.

Auch Shi Qi verfügt nicht über ihre Bestform. Gegen Wang Aimei fing sie wie eine Weltmeisterin an, dann riss der Faden. Bei Sarah DeNutte war schließlich die Moral im Keller“, blickt TuS-Manager Franz-Josef Lingens noch einmal zurück. „Ich war zwei Wochen krank und habe gegen den ttc berlin eastside auch nur gespielt, weil wir schon zwei Ausfälle hatten. Und die Woche war einfach zu viel für mich. Ich fühlte mich einfach kraftlos. Natürlich ist es schwer, wenn man davor so gut gespielt hat, wie schon lange nicht mehr, und dann wieder in einem Tief landet. An dem Erfolgsdruck liegt es bestimmt nicht. Ich hoffe, dass es mir bis zu den nächsten Spielen wieder besser geht, und ich mit Spannung und Köpfchen agieren kann“, erklärt Mittelham.  

Schnellstmögliche Genesung wäre vor dem Megaevent in der Königsklasse und der Herausforderung bei der TTG Bingen/Münster Sarmsheim enorm wichtig. „Nach rund zwölf Jahren sind wir wieder international unterwegs, und nun naht gegen die Linz AG Froschberg am Freitag (19 Uhr) unsere Heimpremiere. Wir ziehen extra in eine größere Halle. Wir rechnen mit 500 Zuschauern. Das WDR Fernsehen hat sich angekündigt, Radio und regionale Presse wird ebenfalls vor Ort sein. Nach unserem 60-seitigen Programmheft zur Saison, haben wir für die Champions-League zusätzlich ein Heft mit 16 Seiten drucken lassen“, befindet sich Lingens in einer arbeitsintensiven Vorbereitungsphase.  In Bingen wird Katherina Michajlova wieder an Bord sein, die sich nur durch die Bundesendrangliste quälte, um sich für die Universiade zu qualifizieren. „Das klappte leider nicht, und sie wird auch bei der TTG vermutlich nicht punkten können. Von daher ein harter Auswärtsgang für uns, wobei Nina auch alle Möglichkeiten gegen Ding Yaping besitzt. Die Mannschaft möchte sich mit einer Leistungssteigerung zurückmelden und gewinnen. Nach 0:4 Punkten in der Vorsaison wäre ich allerdings auch mit einem Unentschieden zufrieden“, meint Lingens.

Text: Martina Emmert
Bilder: Holger Straede

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