Derbypleite - Hövelhof schwebt im siebten Himmel

Die kleine Gardinenpredigt von Klaus-Dieter Borgmeier, Manager beim TTV Hövelhof, vor dem Derby gegen den TuS Bad Driburg fand Gehör. Die Auftaktphase verlief zum 3:1 ganz nach dem Geschmack von Borgmeier. Sein Abwehrbollwerk mit Svetlana Ganina und Wang Aimei zeichnete sich aus. Mit einem 3:1 glückte gemeinsam der Sieg im Doppel gegen Sarah DeNutte/Elena Waggermayer. Ganina legte einen heißen Tanz beim 9:11, 11:4, 11:9, 9:11, 12:10 gegen Shi Qi nach. Beim 8:10 im Entscheidungssatz verfehlte die Unterstützung der heimischen Fans ihre Wirkung nicht. Wang setzte Nina Mittelham mit einem starken 3:1 schachmatt. Die Krönung gelang schließlich im zweiten Einzeldurchgang, denn die Beiden komplettierten ihre makellose Ausbeute. Ganina leistete fünf Durchgänge gegen Mittelham Schwerstarbeit. Nach einem 5:2 war ihre junge Konkurrentin beim 9:10 am Drücker. Doch über den längeren Atem zum 13:11 verfügte die 38-jährige Russin. Shi Qi kam der Ausrutscher nach einem 10:2 im ersten Satz gegen Wang zum 15:17, 5:11, 11:5, 2:11 teuer zu stehen. „Das 1:1 in den Doppeln war die halbe Miete für uns. Svetlana und Aimei kämpften wie die Löwinnen. Sie zerrissen sich für den Erfolg. Dass Nina die Konstanz fehlte wussten wir auszunutzen. Und Shi Qi war nach der Aufholjagd von Aimei auf einmal völlig von der Rolle. Damit konnten wir überhaupt nicht rechnen. Entsprechen hervorragend ist die Stimmung bei uns“, erläuterte Borgmeier. Im Dezember 2015 lagen die Gastgeberinnen mit 4:1 in Front. Das 5:5 stellte die Begegnung auf den Kopf. Diesmal blieben die Hövelhoferinnen wachsam.

Ex-TTV-Spielerin Waggermayer sprang wie angekündigt für die verletzte Katharina Michajlova beim TuS ein, und gegen Yvonne Kaiser bewies die Nummer vier ihr feines Händchen. Kaiser durfte sich nach einem 11:8, 8:11, 11:8 zum 12:14 nicht in Sicherheit wiegen. Ein 6:3 beruhigte die Gemüter, doch die Bad Driburgerin siegte in unglaublicher Manier zum 11:6. Das 3:3 fuhr die Luxemburgerin DeNutte sicher gegen Yuko Imamura ein. Mit einer 5:3-Führung im Rücken rehabilitierte sich Kaiser mit einem 3:0-Knaller gegen DeNutte. „Das 2:3 von Yvonne gegen Elena hatten wir nicht einkalkuliert. Yvonne versuchte alles, aber ihr machte in der Endphase der „Bleiarm“ zu schaffen. Dafür traf sie gegen DeNutte jeden Ball, explodierte in gewohnter Art und Weise und machte mit dem Siegpunkt alles wett. Das Publikum feierte sie entsprechend. Das war ein Bigpoint für uns, und wir hoffen dieses Plus transportieren zu können“, ergänzte Borgmeier. 

Text: Martina Emmert (DTTB)
Bilder: Holger Straede

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