Verletzungspech beim TuS Bad Driburg

Nein, nein das Sorgenkind der vergangenen Saison Nina Mittelham erfreut sich beim TuS Bad Driburg bester Gesundheit. Bei der Spitzenspielerin geht es in der nächste Woche im Länderspiel gegen England und der Champions-League sogar Schlag auf Schlag. Diesmal erwischte die Nummer vier Katharina Michajlova ein langwieriges Handicap. Die Heimpremiere in dieser Saison gegen den TUSEM Essen erhält dadurch eine andere Note.  Nach dem enttäuschenden Pokal-Aus in der Qualifikation erlebt der TuS Bad Driburg vor der Partie gegen den TUSEM Essen gleich den nächsten Tiefschlag. „Diesmal ist es nicht Nina, die befindet sich schon absolut in Topform. Darüber sind wir natürlich total happy. Katharina Michajlova hat immer noch Nacken-Schulter-Probleme, und sie sagte auch die Westdeutsche Meisterschaft am vergangenen Wochenende ab“, informiert TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Der Ausfall schmerzt besonders, weil gerade Michajlova im letzten TUSEM-Vergleich den Siegpunkt gegen Alena Lemmer markierte. Doch auf Elena Waggermayer ist als Ersatzspielerin Verlass. Sie steht parat, ist aber natürlich nicht mehr so im Tritt ist wie früher.

Für sie stehen Familie und Job inzwischen an erster Stelle. „Elena reist schon am Sonnabend an, sodass noch ein paar Trainingseinheiten möglich sind. Die leichte Rückenverletzung von Shi Qi war zum Glück nicht so schlimm. Die hatte sie sich im Pokal gegen den TSV 1909 Langstadt zugezogen. Leider machte sich dies im finalen Einzel gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim bemerkbar“, erklärt Lingens. In dieser Begegnung landete auch Sarah DeNutte nach dem 0:3 gegen Wan Yuan in einem tiefen Tal. Der Druck den sich die Luxemburgerin bei diesem Pflichtpunkt selbst auferlegt hatte war augenscheinlich zu hoch. „Das Spiel gegen Essen wird für uns eine Ecke schwerer, aber oben ist alles offen. Qi agiert gegen offensive Spielerinnen wie Barbora Balazova und Nadine Bollmeier besser als gegen Abwehr. Und bei Nina bin ich auch sehr zuversichtlich. Elena verfügt über einen guten Kopf. Sarah muss die überraschende Niederlage gegen Wan abhaken. Unter dem Strich wäre ich mit einem 5:5 nicht unzufrieden“, kalkuliert Lingens.

Für die Essenerinnen besitzt Mittelham eine Ausnahmestellung, die inclusive Doppel für drei Punkte gut ist. „Wir erwarten einen harten Kampf auf Augenhöhe, der im hinteren Paarkreuz entschieden wird. Dort agiert Su Yan sehr zuverlässig und konstant, sodass wir uns etwas ausrechnen. Alena ist fit. Sie trainiert eifrig, aber wohldosiert. Nur weil Katharina fehlt, ist das für uns noch lange kein Indiz, dass wir uns zum Favoriten stempeln“, sagt TUSEM-Teammanager Klaus Ohm. Beim Pokalwettbewerb wurde die Nummer eins Balazova noch geschont, doch in der Kurstadt kann auf die Linkshänderin nicht verzichtet werden. „Barbora hingen die Strapazen der Olympischen Spiele noch nach. Sie war schlichtweg überspielt. Nadine und unsere Slowakin sollten gegen ihr ehemaliges Teammitglied Shi Qi Chancen besitzen, weil sie sich bestens kennen“, so Ohm. Die Achillesferse könnten die Doppel bilden, denn da waren lediglich Balazova/Yin Na eingespielt und mit einer 8:2-Bilanz 2015/16 erfolgreich. Yin Na ist ja nun nicht mehr da, wir werden sehen“, ergänzt Ohm. Insgesamt probierte der Tabellenvierte der Vorsaison sieben Varianten aus.

Text: Martina Emmert (DTTB)

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