Bad Driburg macht kurzen Prozess

Genau das wollte Schlusslicht LTTV Leutzscher Füchse 1990 beim TuS Bad Driburg vermeiden – einen 0:4-Rückstand. Die Aussicht, dem Gastgeber auch nur den Ehrenpunkt abzuluchsen, schrumpfte vorzeitig auf ein Minimum zusammen. Wie schon des Öfteren wussten die Messestädterinnen ihre Chancen nicht zu nutzen. Im Doppel waren Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina beim 7:4 im ersten Satz gegen Sarah DeNutte/Katharina Michajlova nicht auf der Hut. Der Auftakt ging zum 10:12, 11:9, 7:11, 6:11 daneben. Anna-Marie Helbig/Huong Do Thi scheiterten glatt. „Der Start in den Doppeln war katastrophal. Kathrin und Marina spielten schlecht. Anna-Marie und Huong waren überfordert. In den Einzeln lief es besser, die Leistungen waren in Ordnung“, sagte LTTV-Trainer Kai Wienholz, der bei der Gelegenheit den Rückzug des TSV Schwabhausen in die 2. Bundesliga in der Saison 2016/17 sehr bedauerte.

Shavyrina verpasste gegen Nina Mittelham die nächste Möglichkeit nach einem 6:11, 11:8. Die Führung lag beim 10:8 im dritten Abschnitt dicht vor Augen, daran hätte Mittelham, die immer noch unter ihrem angekratzten Selbstvertrauen leidet, sicher zu knabbern gehabt. Die Nummer eins der Kurstädterinnen hielt ihre Nerven im Zaum und schnappte sich mit einem 12:10 und 11:7 den Sieg. Mühlbach zeigte sich beim 9:11, 11:13, 9:11 gegen Shi Qi auf Augenhöhe, aber ein Satzgewinn wollte einfach nicht gelingen. Beim 10:9 im zweiten Abschnitt war die Deutsche Vizemeisterin im Doppel nur einen Katzensprung davon entfernt. „Das mit der Augenhöhe bei Kathrin kann ich nur bestätigen. Und Nina packte in der entscheidenden Phase Riesenbälle aus, die Marina allerdings auch zuließ“, so Wienholz.

DeNutte behielt dann gegen Do Thi zu jeder Zeit die Kontrolle, auch im zweiten Satz beim 12:10 lag die Luxemburgerin mit 10:8 in Front. Helbig erzwang gegen Michajlova nach einem 11:7, 4:11, 11:9, 7:11 das einzige Match über die volle Distanz. Bis zum 7:7 war alles möglich, dann agierte Michajlova den Tick cleverer. „Es ist egal, ob wir 0:6 oder 1:6 scheitern, aber für die betreffende Spielerin, in diesem Fall Anna, hätte ich mich gefreut“, ergänzte der Trainer.

Text: Martina Emmert

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