Überraschend deutlicher Sieg für die Kurstädterinnen

Der TuS Bad Driburg gönnte dem TTV Höfelhof die Freude über eine bessere Position in der Tabelle einfach nicht, und brachte den Osterhasen in diesem Derby schleunigst auf Trapp. Nach einem 0:4 ließ sich das totale Fiasko für den Aufsteiger nicht mehr abwenden. Mit einem 2:0 nahm der TuS dem Konkurrenten den Wind aus den Segeln. Vor allem Sarah DeNutte/Katharina Michaylova wussten sich mit einer 3:1-Revanche gegen Yvonne Kaiser/Linda van de Leur-Creemers zu profilieren. Aimei Wang kam bei den Gästen nur im Doppel zum Einsatz, doch zusammen mit Svetlana Ganina wollte gegen Nina Mittelham/Shi Qi kein Erfolg gelingen. „Die Chance die Doppel richtig zu treffen liegt halt immer bei 50:50. Diese Konstellation kam uns diesmal nicht entgegen. Zumal Aimei Wang nach ihrer krankheitsbedingten Pause und dem gestrigen Spiel gegen den TSV Schwabhausen mit ihren Kräften total am Ende war. Das Risiko war im Einzel einfach zu groß traf uns aber“, erklärte TTV-Manager Klaus-Dieter Borgmeier, der von einer Klatsche sprach.

Mittelham zeigte sich nach dem World Tour-Turnier in Doha nicht zu müde. Die 2:3-Niederlage im U-21-Wettbewerb gegen die Berlinerin Yui Hamamoto hinterließ ebenfalls keine negativen Spuren. Allerdings musste die 19-Jährige ihren Kampfgeist beim 14:12, 12:10, 5:11, 11:4 gegen Kaiser beschwören. Kaiser musste ins obere Paarkreuz aufrücken, da an Position vier die routinierte Jing Tian-Zörner zum Einsatz kam. Das Sondertraining gegen Abwehr sollte sich für Shi mit einem 3:1 gegen Ganina auszahlen. In der Vorrunde ergab sich ein 0:3 für die Chinesin, die von den zahlreichen Fans mit herzlichem Beifall überschüttet wurde. „Die Doppel bildeten den wichtigsten Faktor, denn nur durch diese glückliche Aufstellung war überhaupt ein 2:0 möglich. Sarah und Katharina lagen in der Vorrunde auch in Führung, also kam ihr Erfolg nicht von ungefähr. Das 4:0 war dann die halbe Miete. Nina fühlte sich gegen Kaiser nicht wohl, sie spielt momentan lieber gegen Abwehr. Doch meine Schwester blieb ruhig und besiegte ihre Angst nach dem dritten Abschnitt“, kommentierte Nico Mittelham, der das Coaching für den erkrankten Manager Franz-Josef Lingens übernahm.

Die ehemalige Nummer vier der Weltrangliste Tian-Zörner zog dann mit einem glatten 3:0 gegen Michaylova die Reißleine. Parallel entwickelte sich das Schlüsselspiel zwischen DeNutte und Van de Leur-Creemers, denn nur Siege zählten zu diesem Zeitpunkt noch. Nach einem 10:12, 13:11, 7:11 überzeugte die Luxemburgerin zum 11:8, 11:6, und Mittelham zeigte ihre gute Antizipation gegen Abwehrass Ganina beim 3:0. „Yvonne kassierte keinesfalls eine haushohe Niederlage gegen Mittelham. Svetlana war da schon eher machtlos. Das Spiel mit dem besten Niveau ergab sich bei Linda. Leider ließ sie sich den zweiten Satz nach einem 8:5 und 10:8 noch klauen. Ein 3:0 hätte uns die Chance auf weitere Punkte, vielleicht sogar 5:5 eröffnet. Denn Jing ist hinten kaum zu besiegen. Wir wünschen Franz-Josef Lingens gute Besserung. Das Resultat sollte wohl zu einer schnellen Genesung beitragen“, meinte Borgmeier scherzhaft. „Sarah erwischte nicht unbedingt ihren besten Tag, nach unserer deutlichen Führung spielte es sich natürlich wesentlich leichter. Wir sind sehr zufrieden, denn ein Sieg in dieser Höhe war keinesfalls zu erwarten“, ergänzte Mittelham.

Text: Martina Emmert

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