OWL-Derby am Ostersonntag

Die Umstellung auf die Sommerzeit kostet den TTV Hövelhof eine Stunde Regeneration, vielleicht nicht ganz unwichtig vor dem brisanzbehafteten Ost-Westfalen-Derby beim TuS Bad Driburg. Das Duell der Hinrunde zählte mit drei Stunden und 45 Minuten beim 5:5 zu den intensivsten Spielen der gesamten Saison. „Nach unserer 4:1-Führung entwickelte sich noch ein echter Krimi. Keiner möchte in dieser Partie verlieren. Es geht um die Vorherrschaft“, bekräftigt TTV-Manager Klaus-Dieter Borgmeier den Charakter dieser Begegnung. Das Fragezeichen um Aimei Wang könnte sich als das Zünglein an der Waage entpuppen. „Fällt unsere Nummer zwei aus, ist der TuS objektiv betrachtet oben besser. Ein Unentschieden würde ich deshalb sofort unterschreiben, denn wir haben schon 12:12 Punkte. Unser Ziel als Aufsteiger die Klasse zu halten haben wir souverän gepackt“, meint Borgmeier.

Eventuell schütteln die Gäste aber mit Spielertrainerin Jing Tian-Zörner auch ganz bewusst einen Joker aus dem Ärmel. Ein Aspekt, den der TuS ins Kalkül zieht. Die ehemalige Nummer vier der Weltrangliste und Abwehrakteurin verfügt auch im Alter von 53 Jahren immer noch über ein gutes Auge und feines Händchen.

Bei den Gastgeberinnen bleibt abzuwarten wie die Nummer eins Nina Mittelham den Jetlag nach den Qatar-Open in Doha verkraftet. Die Deutsche Meisterschaft verlief für die Nachwuchshoffnung nach dem 3:4 gegen Natalia Mozler (TSV Schwabhausen) in der 1. Hauptrunde frühzeitig im Sande. „Danach verkroch sich Nina in ihrem Schneckenhaus. Ganz klar, diese Niederlage kam zum absolut falschen Zeitpunkt. Ihr fehlt einfach das Selbstvertrauen. Gegen defensive Spielsysteme zieht sie ihr Spiel super auf und präsentiert sich wie Yang Ting (TSV Schwabhausen) erfolgreich. Aber sowie die Ballwechsel schnell werden ist ihre Unsicherheit zu spüren. Da Nina erst am Sonnabend zurückkehrt, müssen wir abwarten. Auf jeden Fall will Shi Qi noch eine Extra-Trainingseinheit einlegen, um gegen die Abwehrspielerinnen Svetlana Ganina und vermutlich Aimei Wang gewappnet zu sein. Qi hat sehr daran gearbeitet sich gegen dieses Systeme zu verbessern“, lobt TuS-Manager Franz-Josef Lingens, der auch mit einem Remis leben könnte. „Die Begegnung wird mit Sicherheit wieder sportlich fair verlaufen. Die Qualität zwischen Angriff und Abwehr lässt tolle Spiele und viel Spannung erwarten“, schürt Lingens das Interesse der Fans.

Text: Martina Emmert

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