Keine Chance gegen die Weltelite

Wie eine aufgereihte Perlenkette hat sich der Deutsche Meister ttc berlin eastside beim TuS Bad Driburg Punkt für Punkt erspielt. Wie erwartet sehr souverän, sodass die Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance erhielten. Und die kleinen Glücksmomente auch einfach nicht nutzten. Im Doppel kamen Sarah DeNutte/Katharina Michajlova gegen Georgina Pota und Debütantin Miyu Kato nach einem 7:11, 6:11 stärker auf und verkürzten mit einem 11:9. Aus einem 1:5 wurde ein 10:8, doch die Zwei ließen sich zum 11:13 im vierten Abschnitt überflügeln.

In den Einzeln gab das ttc-Spitzenduo Shan Xiaona und Petrissa Solja keinen Satz verloren. Shi Qi durfte gegen die Deutsche Meisterin Solja im zweiten Durchgang beim 12:14 daran schnuppern, mehr aber nicht. Die Chinesin wusste zwei Satzbälle nicht zu nutzen, die Linkshänderin war im richtigen Moment zur Stelle. Das 4:0 zur Pause war wieder einmal der Beleg für die drückende Überlegenheit der Bundeshauptstädterinnen. „Die Qualität von Petrissa und Nana war schon stark. Das viele Training im Vorfeld der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur wirkte sich, auch vor den Augen von Ligaleiter Gert Selig, sehr positiv aus“, sagte ttc-Trainerin Irina Palina anerkennend.

Im unteren Paarkreuz deutete sich bei DeNutte die Wende nach einem 10:3 zum 10:9 gegen Kato an. Zum 11:9 rettete die Luxemburgerin den Satz, danach gab es für die 23-Jährige, außer einem 9:9 im dritten Durchgang, erst einmal nicht viel zu holen. Die Kurstädterin ließ jedoch nicht locker, obwohl Solja schon Nina Mittelham mit einem 3:0 besiegt hatte. (Kam dann nicht mehr in die Wertung) Nach einem 1:6 fischte sich DeNutte mit einem 11:9 den vierten Abschnitt und erfreute mit ihrem Kampfgeist auch die Zuschauer. Im Entscheidungssatz blieb nach einem 2:6 und 5:10 die Aufholjagd zum 7:11 erfolglos. Die Japanerin schloss den Kreis in Vertretung von Yui Hamamoto nahtlos. „Die Nervosität war bei Miyu schon zu spüren. Sie bevorzugt das schnelle, offensive Spiel. Für das schwere Match morgen in Bingen war ihr Erfolg für das Selbstvertrauen wichtig“, zeigte sich Palina zufrieden. Leichtes Spiel hatte auch Georgina Pota beim 11:3, 11:4, 11:7, sodass der Ehrenpunkt beim TuS ein Wunschgedanke blieb.

„Das Ergebnis spricht natürlich für sich, aber bei uns waren durchaus gute Ansätze zu sehen. Phasenweise hielten wir ordentlich mit. Und gegen andere Kontrahenten wäre uns nach gelungenen Aktionen der Punkt sicher gewesen, doch die Spielerinnen aus Kolbermoor und Berlin hielten immer noch die besseren Antworten parat. Sarah verkaufte sich hervorragend, auch im Doppel lag ein 2:2-Zwischenstand drin. Qi besaß Satzbälle gegen Solja. Nina agierte sehr stabil, aber Shan beeindruckte mich schon sehr. Wir sind nicht unzufrieden, haben die beiden dicksten Brocken in der Rückrunde hinter uns“, erklärte TuS-Manager Franz-Josef Lingens. 

Text: Martina Emmert

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