Kurstädterinnen verkaufen sich aller Ehren wert

Der TuS Bad Driburg musste wie im Vorfeld angekündigt, ohne Nina Mittelham gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim auskommen. Die verletzte Nummer eins gab ihre Einzel kampflos ab. Im Doppel versuchte sich Martina Mettig an der Seite von Elena Waggermayer, die aber gegen Ding Yaping/Wan Yuan nichts auszurichten wussten. Eine gute Moral legten Shi Qi/Sarah DeNutte an den Tag, die mit einem 11:9, 11:4, 11:7 das wichtige 1:1 erzielten.

 

Für Shi lag die Messlatte nach einem 5:0 gegen Abwehrass Ding zum 10:12, 8:11, 8:11 einfach doch zu hoch. Erholt zeigte sich nach ihrem 0:2 gegen den TTV Hövelhof Dana Cechova, die die mangelnde Matchpraxis von Waggermayer zur entscheidenden 4:2-Führung nutzte. Wenig Mühe besaß im Gegenzug DeNutte beim 3:0 gegen Wan, und die Luxemburgerin bestätigte ihre exzellente Form noch einmal deutlichen 3:0 gegen Cechova. Die Niederlage nahm dann auch alles andere als schnell ihren Lauf, denn Qi bäumte sich gegen Hana Matelova mit einem 11:3, 10:12, 10:12, 7:4 nach Leibeskräften auf. Bis zum 10:9 war die Chance auf den fünften Satz gegeben, doch zum 13:15 kippte das Match dann doch noch in Richtung der Tschechin. Die Niederlage von Cechova kam deshalb nicht mehr in die Wertung. 

„Der Verlauf war identisch wie gestern gegen Hövelhof. Unser unteres Paarkreuz erwischte nicht sein bestes Wochenende. Gut, dass Dana gegen Waggermayer gewann. Und Hana steckte gegen Shi nicht auf, glaubte an sich. Sie kämpfte und variierte mit viel Spin. Heute hatte sie auch das Quäntchen Glück auf ihrer Seite, das gegen den Aufsteiger fehlte. Für uns ein schöner Abschluss, der uns punkgleich vor dem TuS Bad Driburg den dritten Tabellenplatz beschert. Die Rückserie wird bestimmt genau interessant wie die erste Hälfte. Der Positionskampf im Mittelfeld der Tabelle verläuft absolut spannend“, sagte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.

„Ich hatte ein 0:6 oder 1:6 befürchtet, doch es lag sogar ein 5:5 in Reichweite. Dafür mussten wir zwei Dinge packen. Im Doppel agierten Qi und Sarah bei ihrer gemeinsamen Premiere überragend. Und Sarah wird auch im Einzel von Woche zu Woche stärker. Beide Konkurrentinnen blieben chancenlos. Qi verfügte gegen Matelova über einen Satzball, den ihre Gegnerin mit einem Kantenball vereitelte. Elena bekam immer mehr Ballgefühl. Nach dem 6:11 stand es 5:5. Wir besitzen eine tolle Mannschaft, und ich bin super zufrieden. Außerdem stehen wir noch vor unserem Derby-Konkurrenten TTV Hövelhof. Von Position drei bis sechs erwarte ich spannende Kämpfe in der Rückrunde“, erklärte TuS-Manager Franz-Josef Lingens.  

Text: Martina Emmert

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