Kurstädterinnen wollen Erfolgsserie fortsetzen

Die SV Böblingen spürt den heißen Atem des TSV Schwabhausen im Nacken, ein Punkt Vorsprung bedeutet zum Abstiegsplatz noch nicht alle Welt. Die Stimmung beim TuS Bad Driburg könnte nicht besser sein, denn Rang drei liegt in Reichweite. Während sich beim TuS die Sorgen um Nina Mittelham entkrampften, bleibt bei den Gastgeberinnen das Handicap um Anja Schuh bestehen. Die Sportvereinigung steht geschlossen hinter dieser Problematik und den Möglichkeiten der Spielerinnen. Kein Druck, kein Zwang, damit sind alle Beteiligten bislang super gefahren. Und an den letzten beiden Spieltagen geht ja vielleicht doch noch etwas, um sich gen Mittelfeld zu orientieren. „Wir versuchen uns in jeder Partie Möglichkeiten zu erkämpfen, das Beste herauszuholen. Die Tagesform wir gegen Bad Driburg eine gewichtige Rolle spielen. In unseren Teams haben wir uns schon immer gut verstanden, aber in dieser Saison ist das Betriebsklima herausragend. Ich bin von dem Zusammenhalt und der Einstellung in dieser schwierigen Situation sehr angetan. Wir werden am Ende der Saison akzeptieren welchen Platz die Tabelle für uns ausspuckt“, erläutert SV-Trainer Volker Ziegler.

Für die Kurstädterinnen läuft die erste Saisonhälfte nach zwei Niederlagen inzwischen wie geschnitten Brot. 9:1 Punkte versetzen den Tabellenvierten in Jubellaune, der dritte Rang wäre ein perfektes Weihnachtsgeschenk. Doch dafür muss die Hürde in Böblingen übersprungen werden, die Machtposition von SVB-Spitzenspielerin Qianhong Gotsch wird selbstverständlich nicht ignoriert. „Unser Derby am vergangenen Spieltag beim Aufsteiger TTV Hövelhof war eines der besten Spiele, die ich in der Bundesliga erlebt habe. Und wir wollen auch in Böblingen voll bei der Sache sein. Das 1:6 aus 2014 haben wir noch nicht vergessen. Julia Kaim hat sich gesteigert, und Hongi ist durch ihre Angriffsattacken nach wie vor schwer auszurechnen. Im Gegenzug verfügt unsere Nummer drei Sarah DeNutte über ein feines Händchen, ist sehr schnell, ehrgeizig und trainingsfleißig. Gute Voraussetzungen ihre starke 7:2-Bilanz im hinteren Paarkreuz auszubauen. Sarah verlor nur gegen Berlin und Kolbermoor. Wir nehmen den Konkurrenten sehr ernst, reisen deshalb schon am Sonnabend, allerdings aus allen Himmelsrichtungen, an. Mit einem knappen 6:4 wäre ich hochzufrieden“, glaubt TuS-Manager Franz-Josef Lingens an ein enges Match.

Text: Martina Emmert

 

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