Ostwestfalen-Derby steigt am kommenden Wochenende

Eine Portion Prestige ist die Grundsubstanz, Salz und Pfeffer verleihen die Würze, Abwehr-Angriff-Duelle erhöhen den sportlichen Reiz, Centercourt-Atmosphäre verspricht begeisternde Stimmung. Aufsteiger TTV Hövelhof gibt sich bestens gerüstet für das Ostwestfalen-Derby gegen den TuS Bad Driburg. „Die Vereine liegen nur 40 Kilometer auseinander. Das Match wird hoffentlich ein Zuschauermagnet, ich rechne mit einer rekordverdächtigen Resonanz. Nach 6:2 Punkten und den beiden einkalkulierten Niederlagen in Berlin und gegen Kolbermoor werden wir sehen, wie es für uns weiter geht. Mit einem Sieg hätten wir unser Ziel schon erreicht“, gibt sich TTV-Manager Klaus-Dieter Borgmeier gespannt.

 

Das letzte Aufeinandertreffen ergab sich bei der Pokalqualifikation für das Final Four im August in Willich, und da hatte der TTV die Nase vorn. „Aus diesem Grund haben die Kurstädterinnen wohl noch eine Rechnung offen. Aber auch so erhalten sie von mir die Favoritenrolle zugesteckt. Ich bin ein Zahlenmensch, und da hat bei uns nur Aimei Wang eine ausgeglichene Bilanz. Sonst liegen wir alle im negativen Bereich. Beim TuS haben bis auf Nina Mittelham alle Spielerinnen positive Werte. Und Nina gewinnt gegen Essen oben beide Einzel, das zeigt ihre ansteigende Form. Wenn sie fit gewesen wäre, sähe die Statistik sicher anders aus“, sagt Borgmeier mit Überzeugung, der sofort ein 5:5 unterschreiben würde. Die Gäste bringen eine perfekte 8:0-Ausbeute in Serie mit, Höhepunkt sicher der Triumph gegen TUSEM Essen. Daraus wächst auch der Optimismus, dass sich eine Revanche einrichten lässt.

Mit gesundem Ehrgeiz sind beide Parteien am Ball, aber die Fairness soll über dem Vergleich stehen. „Klaus-Dieter Bormeier und ich kennen uns schon 40 Jahre und waren immer Sportsfreunde. Früher leiteten wir gemeinsam den Bezirkskader. Sicher würde er gern mal gegen uns gewinnen, denn das Gegenteil war wohl eher der Fall. Den Pokal nehme ich mal heraus, denn da durfte Shi Qi nicht mit ihrem Schläger spielen, und Nina war nicht gesund. Auch jetzt ist sie noch nicht wieder bei hundert Prozent ihres Leistungsvermögens. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ihre Kraft schon wieder reicht, um gegen Abwehr durchzuhalten. Punktet Nina, haben wir eine Chance. Grundsätzlich sehe ich jedes Spiel total offen. Ein Unentschieden würden auch wir akzeptieren“, sagt TuS-Manager Franz-Josef Lingens.      

Text: Martina Emmert

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