Beide Mannschaften geben sich selbstbewusst

An Selbstvertrauen mangelt es weder dem TuS Bad Driburg noch dem TUSEM Essen. Beide Teams befinden sich im Aufwind. Vor der vierwöchigen Pause trumpften die Kurstädterinnen mit drei Siegen in Serie auf, womit das Pflichtsoll erfüllt wurde. Der Tabellenzweite aus Essen überzeugte bislang in vollem Umfang. Die einzige Niederlage beim TV Busenbach kam ohne Spitzenspielerin Nadine Bollmeier zustande. „Natürlich gehen wir davon aus, dass der TUSEM durch den Sieg gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim beflügelt ist. Unsere Erfolge verbuchten wir ohne die Zutaten von Nina Mittelham. Platzt bei ihr der Knoten, müssen sich so ziemlich alle Gegner warm anziehen. Vielleicht glückt ihr ein nachträgliches Geschenk zu ihrem 19. Geburtstag. Zwischen ihr und der Essenerin Alena Lemmer gibt es viele Parallelen. Sie zählten zum Kern der Schülerinnen- und Mädchennationalmannschaft. Sie lebten und trainierten im Düsseldorfer Leistungszentrum lange zusammen, sind miteinander befreundet“, sagt TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

Shi Qi, die ihre ehemaligen Kameradinnen aus dem Effeff kennt, reist bereits am Freitag an. „Qi leitet bei uns vor den Spielen immer das Jugendtraining. Sie ist für uns eine echte Verstärkung, und die Einzel gegen Barbora Balazova und Nadine Bollmeier sehe ich absolut offen. Berührungsängste gibt es nicht, dafür ist unsere Nummer zwei zu sehr ein Profi“, erklärt Lingens, der den Zuschauern einen heißen Tanz verspricht. „Und wir spekulieren durchaus auf ein Unentschieden“, sieht TuS-Manager Franz-Josef Lingens seine Mannschaft nicht in der Opferrolle.

Die 37-jährige Su Yan rückte für Shi Qi ins Essener Team, unbewusst ein Glücksgriff für den Zweitplatzierten. „Ich konnte Yan nicht einschätzen, habe mich auf die Empfehlung von unserem Trainer Jimmy verlassen. Die Erwartungen wurden von ihr mehr als positiv bestätigt. Im hinteren Paarkreuz verlor sie noch kein Einzel. Ganz toll finde ich auch den Leistungsstand von Alena, die sehr stabil agiert. Wir wollen uns so lange wie möglich in der Tabelle oben halten, und unsere Chance in Bad Driburg nutzen. Vor ein paar Wochen wäre ich noch zurückhaltender gewesen. Der Siegeswille bei Barbora ist enorm, das habe ich vergangene Saison oft vermisst. Ob sie sich mit ihrem Power-Spin-Spiel gegen den stakkatoartigen Stil von Shi Qi behaupten kann, müssen wir abwarten. Für Nadine ist es auch gut zu wissen, dass an Position drei eine spielstarke Yan den Rückhalt bildet“, gibt TUSEM-Teammanager Klaus Ohm Auskunft. Probleme wittert Ohm nur, wenn Mittelham ihr bestes Tischtennis auspackt. „Die Doppel können schon vorentscheidend sein. Da habe ich Nina schon ganz herausragend erlebt. Sie zog ihre Partnerin mit. Ich glaube die Partie wird an den Positionen drei und vier entschieden. Für uns ist in dieser Saison neben den Erfolgen wichtig, dass sie Spaß macht. Es gibt intensive, umkämpfte Spiele, die auch für das Publikum interessant sind“, so Ohm.

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