Shi Qi präsentiert sich in Hochform

Der Scherbenhaufen beim TSV Schwabhausen ließ sich nach einen 0:2 in den Doppeln nicht mehr kitten lassen, die Partie beim TuS Bad Driburg ging schließlich relativ deutlich verloren. Der Tabellenneunte spielte den Kurstädterinnen zudem perfekt in die Hände, denn Andrea Bakula stand nicht zur Verfügung. „Unsere Bilanz in den Doppeln ist schon sehr bedenklich. Und Andrea steht uns aus beruflichen Gründen kaum zur Verfügung“, informierte TSV-Pressesprechen Harald Dannhauer. Für einen Lichtblick sorgte in der ersten Einzelrunde lediglich Chantal Mantz, die mit einem 11:9, 13:11, 8:11, 11:7 Nina Mittelham ihren ersten Einzelerfolg in dieser Saison nicht gönnte. „Das war das beste Match der gesamten Begegnung. Beide lagen am Boden und kämpften um jeden Ball. Absolut sehenswert. Das 11:1, 11:1, 11:5 von Tinka gegen Mittelham war dann schon sehr seltsam“, sagte Dannhauer. 

Bei den Gastgeberinnen erwischte Shi Qi einen bärenstarken Tag, denn ihr 11:2, 11:7, 11:4 gegen Abwehrspielerin Yang Ting sprach Bände. Ein Spielsystem was der Nummer zwei nicht gut liegt. Auch über das i-Tüpfelchen gegen Mantz durfte sich die Chinesin freuen. Die Partie verlief auf ansprechendem Niveau, und der erste Satz war bereits entscheidend. Mantz führte 6:3 und noch 8:7, doch es wurde ein 9:11 daraus. Nach dem 11:7 wäre die Drucksituation für Shi bei einem 0:2-Rückstand erheblich größer gewesen. Doch so war die 27-Jährige auf dem Weg zum Sieg nicht mehr zu stoppen. Nach einem 11:6, 4:1 brachte eine Auszeit Matz keine neuen Impulse mehr. Die Hoffnungen erloschen bei der Mädchen-Europameisterin von 2014 zum 6:11. „Shi war unheimlich treffsicher, entsprechend ihre Ausbeute. Wenn der Ball nur einen Tick zu hoch kam schlug es bei unseren Spielerinnen ein. Ein 3:0 in dieser Höhe schafft man gegen Tinka eigentlich nicht im Vorbeigehen“, bestätigte der TSV-Pressesprecher die überdurchschnittliche Leistung von Shi.

Das Schicksal der Bayerinnen nahm schon seinen Lauf, als im unteren Paarkreuz Sarah DeNutte und Katharina Michajlova auf 5:1 erhöhten. Eva-Maria Maier und Christian Feierabend blieben chancenlos. Den einzigen Satzgewinn klaute Feierabend, nachdem sie schon 7:10 hinten lag.  „Wir profitierten davon, dass Bakula nicht mit war. Aber die Vorstellung unserer Mannschaft konnte sich auch sehen lassen, allen voran ging natürlich Qi. Nina spielte ein gutes Doppel und erstes Einzel. Da sie in letzter Zeit überhaupt nicht gegen Abwehr trainierte, ließ sie die Partie gegen Yang quasi laufen. Nina wollte kein Risiko eingehen. Wir waren uns relativ sicher, dass nichts mehr anbrennt. Hinten agierten wir sehr souverän. Jetzt können wir unsere vierwöchige Pause genießen, denn unser Konto steht mit 6:4 Punkten im Plus“, zeigte sich TuS-Manager Franz-Josef Lingens zufrieden.

Text: Martina Emmert

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