Katharina Michajlova behält den Überblick - TV Busenbach 3:6 TuS Bad Driburg

Für Jessica Göbel vom TV Busenbach gab es in ihrer Heimat Netphen vor einer schönen Kulisse von 120 Zuschauern nicht den erhofften Erfolg gegen ihren ehemaligen Klub TuS Bad Driburg zu feiern. Einen maßgeschneiderten Triumph angelte sich bei den Kurstädterinnen Katharina Michajlova, die Debora Vivarelli mit einem 11:9 im fünften Satz schachmatt setzte. Im vierten Abschnitt war es eigentlich die Nummer vier der Gäste, die nach einem 1:2 und 8:10-Rückstand schon mehr als mit einem Bein im Aus stand. Sarah DeNutte erhöhte auf ein vielversprechendes 4:2. Nach dem deutlichen Punkt im Doppel zusammen mit Tanja Krämer packte Mannschaftsführerin Göbel gegen Nina Mittelham beim umkämpften 3:2 zunehmend die taktisch richtige Marschroute aus. Bei der Langzeitverletzten TuS- Spitzenspielerin waren in einem sehenswerten Spiel ansteigende Tendenzen zu beobachten, die die 18-Jährige auch gegen Krämer bestätigte. Zwei nicht genutzte Satzbälle im dritten Durchgang hakte Mittelham ab und erzielte mit einem 11:8 den 2:2-Ausgleich. Die vergebenen Chancen schmerzten im fünften Satz dann doch. Krämer verbuchte den dritten Zähler für den TVB mit einem 11:6.

Göbel konnte es parallel nicht verhindern, dass Shi Qi als stärkste Bad Driburgerin zunehmend Oberwasser erhielt. Die von den Fans begeisternd unterstützte Aufholjagd im zweiten Satz von einem 4:10 zum 11:10 verlief letztendlich zum 12:14, 5:11, 7:11 im Sande. Das Genick brach den Gastgeberinnen ein 0:3 hinten. Michajlova hatte auch schon gegen Jennie Wolf mit 3:0 gewonnen, doch den Zähler benötigte der TuS erst gar nicht mehr. DeNutte machte den Sack schon vorher zu. „Jessica und ich wussten, dass es gegen Shi schwer wird. Wenn wir hinten dann keinen Punkt einfahren, dürfen wir uns nicht beschweren. Für Jessica war der Sieg gegen Nina vor heimischen Publikum gut. Ich hätte 3:0 gewinnen müssen, denn im zweiten Abschnitt lag ich auch 6:4 vorn. DeNutte lieferte eine gute Leistung ab, da war für Jennie und Debora nicht wirklich etwas drin. Und Jennie weiß natürlich, dass sie gegen Michajlova klar verloren hat. Ich hätte gedacht, dass sie es ausgeglichener gestalten kann“, kommentierte Krämer und bestätigte die Enttäuschung. „Wir konnten bereits zum zweiten Mal den Einzelausfall von Nina kompensieren. Aber es geht aufwärts. Jetzt fehlt ihr nur mal ein Erfolgserlebnis. Man sah, was in der Mannschaft steckt, mit der wir sicher nicht gegen den Abstieg spielen werden. Katharina siegte mal wieder in typischer Manier, aber auch Sarah und Qi schlossen sich der guten Vorstellung an. Wir sind rundum zufrieden“, berichtete TuS-Manager Franz-Josef Lingens bester Laune.

Text: Martina Emmert

 

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