TuS Bad Driburg wie erwartet ohne Chance

Berlin. Angespornt vom SV DJK Kolbermoor hat auch der amtierende Deutsche Meister ttc berlin eastside gegen den TuS Bad Driburg keinen Punkt zu verschenken gehabt. Die Generalprobe vor dem Topspiel gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim am morgigen Sonntag darf wohl als gelungen bezeichnet werden. Gute Noten verdiente sich bei den Gästen Nina Mittelham, die die Nummer 14 der Weltrangliste Shan Xiaona zumindest an den Rand einer Niederlage brachte.

 

ttc berlin eastside – TuS Bad Driburg: 6:0

Auf den ttc berlin eastside darf getrost gewettet werden, egal wie hoch die Anzahl der gegnerischen Matchbälle auch sein mag. Diesmal wehrten Georgina Pota/Yui Hamamota sieben an der Zahl im Doppel zur 2:0-Führung ab. Die schmerzliche Erfahrung traf Nina Mittelham/Shi Qi vom TuS Bad Driburg, die drei entscheidende Punkte im vierten und noch einmal vier im fünften Abschnitt versiebten. Zudem lagen die Beiden 2:0 nach Sätzen vorn. „Wir konnten noch gewinnen, weil Nina fünf, sechs Punkte fantastisch abschloss. Aber das hohe Risiko zahlte sich nicht immer aus. Es ergaben sich auch leichte Fehler in Serie“, berichtete ttc-Trainerin Irina Palina.

Wieviel Genialität in Mittelham steckt bewies die 18-Jährige dann gegen die zweifache Deutsche Meisterin Shan Xiaona. Nach einem 5:8-Rückstand im fünften Satz glich das Juwel der Bad Driburgerinnen zum 8:8 aus. Doch Penholderakteurin Shan gönnte ihrer jungen Konkurrentin den Triumph nicht, und gewann 11:8. „Ein Verlauf wie im Doppel. Ich habe Nana immer wieder eingetrichtert konzentriert zu bleiben, nicht einzuschlafen. Sobald Nina das Risiko aus dem Spiel nimmt, und es ruhiger angehen lässt, stehen die Chancen bei 50:50“, kommentierte Palina. Ähnlich wie in Kolbermoor geriet der TuS zum 0:4 auf die schiefe Bahn, da sich Shi auch nur über ein 11:7 im ersten Abschnitt gegen Linkshänderin Solja freuen durfte.

Die erhoffte TuS-Überraschung blieb im hinteren Paarkreuz aus. Pota und Neuzugang Hamamoto überrollten Katharina Michajlova und Sarah DeNutte jeweils mit souveränen 3:0-Siegen. „Das Ergebnis ist deutlich, aber die Qualität war hervorragend. Das Einzel von Petrissa gegen Shi war auch sehr interessant. Yui war bei ihrer Liga-Premiere noch etwas nervös. Nach dem ersten Satz gegen DeNutte habe ich sie ein wenig korrigiert und ihr positiv zugeredet. Die Kommunikation klappt schon prima, danach lief alles super“, zeigte sich Palina zufrieden. „Wir verkauften uns gut. Vor allem bis zur Pause war die Leistung in Ordnung. Natürlich hätten wir den Ehrenpunkt im Doppel machen müssen. Aber Nina geht aktuell ein so hohes Risiko, weil sie nicht fit ist. Aus diesem Grund setzt sie verstärkt ihre Rückhand ein. Das war bisher ihr Manko. Vielleicht ergeben sich dadurch sogar Vorteile. Ihr Potential ist schon unbeschreiblich. Sarah war selbst enttäuscht, sie fand nicht ins Spiel. Katharina agierte ihren Möglichkeiten entsprechend“, erklärte TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

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