Bad Driburg sieht sich nicht chancenlos

Für den TuS Bad Driburg stand das Spiel der Hinrunde gegen den TUSEM Essen unter keinem guten Stern, denn Nina Mittelham musste ihre Einzel kampflos abgeben, nachdem mit Shamini Kumaresan im Doppel noch der Ehrenpunkt geglückt war. Die Kurstädterinnen werden diesmal mit Mittelham, Elena Waggermayer, Sarah de Nutte, Katharina Michajlova und Andrea Todorovic mit dem kompletten Kader antreten. „Wir träumen davon, dass wir den TV Busenbach auf dem sechsten Tabellenplatz noch abfangen können, deshalb werden wir gut an unserer taktischen Aufstellung tüfteln. Vielleicht packen wir ein überraschendes Unentschieden“, hofft TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Interessant dürften die Spiele zwischen TUSEM-Spitzenspielerin Shi Qi und ihren neuen Mannschaftskameradinnen werden.

 

Spiel mit ganz anderer Dynamik
„Auch in diesem Vergleich werden die Doppel, neben den Partien im hinteren Paarkreuz, eine wichtige Rolle spielen. Wir gehen von einer ganz anderen Dynamik als in der Vorrunde aus, der Verlauf wird sicher spannend. Mal schauen, wie Nina Mittelham bei uns klar kommt, in der Summe sollte uns ein knapper Erfolg gelingen“, lässt TUSEM-Teammanager Klaus Ohm Optimismus erkennen.
Saisonfazit TuS Bad Driburg  
„Das war keine leichte Saison für uns, doch der Sieg in Schwabhausen bedeutete den Wendepunkt. Dadurch verloren wir nicht den Anschluss zum Mittelfeld. Dass wir letztendlich noch so deutlich den Klassenerhalt auf sportlichem Weg schafften, nehmen wir als positive Note mit. Und den Aufstieg in die 1. Liga zu realisieren war in Ordnung. Ich bin schon immer ein Verfechter für die Play-off-Spiele gewesen, allerdings wer abgestiegen ist, ist abgestiegen“, sagt Lingens.

Saisonbilanz TUSEM Essen
„Wir sind sehr zufrieden, egal ob wir Platz zwei oder drei belegen. Damit erreichten wir unser Ziel. Unser Highlight war das Hinspiel in Pasewalk gegen Berlin, da erwischten wir den Kontrahenten auf dem falschen Fuß. Wer weiß, wie die Saison gelaufen wäre, wenn wir gepunktet hätten. Aber irgendwie schaukelten sie das Match noch nach Hause. Wer Deutscher Meister werden will, muss diese Spiele gewinnen, und wir ließen auch Punkte in Böblingen und Kolbermoor liegen. Die hohe Konstanz bei Nadine Bollmeier hat mich überrascht, eine absolute Bank auf drei. Sie unterlag auf dieser Position nur Petrissa Solja (ttc berlin eastside). Ihre gute Leistung war ihrer Freiheit im Kopf geschuldet. Die jungen Spielerinnen stehen sich oft selbst im Weg. Unser Sorgenkind war und ist Mädchen-Nationalspielerin Alena Lemmer. Wir halten da zur Stange, werden aber mit einem Neuzugang als Ergänzung noch auf Nummer sicher gehen. Wir hoffen, dass sich ihre körperliche Labilität (Rücken) noch gibt. Yin Na war stets zuverlässig, und für ihr sicher nicht ganz korrektes Verhalten in Busenbach hat sie sich längst entschuldigt. Mit unserem Doppel Barbora Balazova/Bollmeier, die mit 11:2 auf Rang drei der Statistik positioniert sind, verfügen wir über ein weiteres Plus, sodass die positiven Anteile in dieser Saison bei uns überwiegen. Ich vertrete die Devise, stimmt der Teamgeist, passt auch die Leistung. Die Spielerinnen sollen sich bei uns wohl fühlen“, fasst Ohm zusammen.

Text: Martina Emmert

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