Nina Mittelham überzeugt mit viel Spielfreude

Im Kampf um den siebten Tabellenplatz ging es zwischen dem TuS Bad Driburg und dem TSV Schwabhausen vom ersten Ballwechsel an richtig zur Sache. Beide Doppel entschied erst der fünfte Satz, und zweimal hatten die Gastgeberinnen die Nase vorn. Sarah de Nutte/Andrea Todorovic drehten gegen Yang Ting/Agnes Kokai ein 1:2 mit einem 11:8, 11:5. Nina Mittelham/Elena Waggermayer schlossen sich der aufstrebenden Leistung nach einem 6:11, 8:11 zum 11:8, 11:6, 11:2 gegen Andrea Bakula/Christina Feierabend an. Die erfolgreiche Aufholjagd glückte nach einem 1:4 im dritten Abschnitt.

Yang Ting setzt sich durch
Die heiße Schlacht setzte sich in den Einzeln fort, denn Mittelham musste sich beim 11:3, 4:11, 8:11, 11:7, 11:8 gegen die Kroatin Bakula gehörig strecken. Die Hoffnung, dass Elena Waggermayer gegen Abwehrspezialistin Yang punkten könnte, erfüllte sich beim 6:11, 11:7, 7:11, 9:11 nicht. Die 32-jährige Nummer eins der Bayerinnen zeigte sich taktisch gut vorbereitet und erspielte das 1:3. Im hinteren Paarkreuz kam bei den Kurstädterinnen dann die Überlegenheit zum Tragen. Obwohl Todorovic gegen Feierabend einen Satz benötigte um warm zu werden, überzeugte die Serbin mit einem 6:11, 11:7, 11:8, 11:7 zum 5:1. Am Nebentisch musste die Luxemburgerin de Nutte beim 11:8, 11:5, 11:3 gegen Kokai nicht ihren höchsten Standard abrufen. Ihre ansteigende Form bestätigte Mittelham mit einem deutlichen 11:8, 11:8, 11:8-Siegpunkt gegen Yang, die ihr diesmal nicht das Wasser reichen konnte. In der Vorrunde unterlag das 18-jährige Ausnahmetalent noch der Defensivakteurin im fünften Satz.

Kommentar TuS Bad Driburg – Manager Franz-Josef Lingens
„In den Doppeln sah es nicht gut für uns aus, beide Paarungen fanden nicht ins Spiel. Nina und Elena traten erstmalig zusammen an. Alle Vier steigerten sich enorm, gleichzeitig wurde der Gegner schwächer. Das 2:0 war natürlich fantastisch und die halbe Miete für uns, da wir hinten ja mit einer 4:0-Option ins Rennen gingen. Da dann Nina oben gegen Bakula punktete, konnte uns gar nichts mehr passieren. Das war schon entscheidend. Hier und da tun sich bei unserer Nummer eins noch Lücken durch ihre leichtsinnige Ader auf, aber dann fliegen die Bälle den Gegnerinnen wieder so hart und schnell um die Ohren, das war schon Wahnsinn. Technisch verfügt Nina über große Qualitäten, und ihre WM-Nominierung ist absolut berechtigt. Elena spielte riesig, es war gegen Yang ein hartes Ringen um jeden Punkt. Unsere 120 Zuschauer sahen langen Rallys von bis zum 20 Ballkontakten. Die Stimmung war entsprechend. Die Nummer drei Feierabend gefiel mir richtig gut, denn Andrea musste schon an ihr Limit gehen. Ganz besonders freuten wir uns über einen Redakteur vom Luxemburger Wort, der Sarah mit Interesse vor Ort beobachtete. Sie kommt auch immer besser in Form. Wir zeigen so langsam was in uns steckt, sind bestens zufrieden, alles ist in Butter. “

Statement TSV Schwabhausen – Pressesprecher Harald Dannhauer
„Unsere Chancen in der Eröffnungsphase waren da, doch wir vergaßen den Sack zuzumachen. Wenn man die Möglichkeiten auslässt, darf man sich nicht beschweren, wenn man einen auf die Mütze bekommt. Tinka lag dann gegen Nina im zweiten Satz 6:2 in Front, doch die Vollstreckung fehlte. Sie griff phasenweise gut an, markierte mit der Vorhand longline sogar einen spektakulären Punkt. Doch letztendlich verloren wir nach dem 0:3 frühzeitig den Anschluss, für unsere Gastgeberinnen wurde es immer leichter. Bei Christina war es relativ eng, und Agnes war vor allem im ersten Satz gut unterwegs. Dann hatte sie Pech, dass die Bälle immer öfter zu lang gerieten, ihre Gegnerin geriet nicht mehr in Not. Dennoch sah das Publikum tolle Ballwechsel und die Deutlichkeit im Ergebnis spiegelte den wahren Verlauf nicht wieder.“  

Text: Martina Emmert

 

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