Souveräner Heimerfolg gegen den NSC Watzenborn-Steinberg

Dem Tabellenachten TuS Bad Driburg diente ein 2:0 in den Doppeln als sicherer Grundstock, um sich gegen Schlusslicht NSC Watzenborn-Steinberg die geplanten Pflichtpunkte einzuverleiben. Nina Mittelham/Sarah de Nutte ließen dabei allerdings vor allem in den Sätzen zwei und drei gegen Angelina Gürz/Inka Dömges Ladehemmungen erkennen. Nach dem 1:2 ließ auch der Ausgleich nach einem 5:2 und 10:8 bis zum 13:11 länger auf sich warten. Im fünften Abschnitt folgte beim NSC-Duo dann zum 4:11 der Absturz. Keine Probleme bekamen Elena Waggermayer/Katharina Michajlova, die glatt 3:0 siegten.

 

Elena Waggermayer zittert sich zum Erfolg

Dass für die frühere österreichische Nationalspielerin Waggermayer inzwischen Familie und Beruf längst Priorität vor regelmäßigem Training besitzen, war beim 12:10, 10:12, 4:11, 11:4, 12:10 gegen Gürz nicht zu übersehen. Allerdings machte die Nummer eins der Gäste auch ein wirklich hervorragendes Spiel, bei dem sie schon nach einem 5:10 im ersten Satz nicht aufsteckte. Im zweiten Abschnitt drehte die Linkshänderin ein 9:10, und im entscheidenden Durchgang wehrte die 26-Jährige die ersten beiden Matchbälle der Kurstädterin ebenfalls noch erfolgreich ab. Mittelham erhöhte mit einem 3:1 gegen Dömges letztendlich souverän auf 4:0.

Während de Nutte den Siegeszug der Gastgeberinnen mit einem 11:1, 15:13, 11:6 gegen Sonja Bott locker fortsetzte, war Michajlova nach einem 11:8, 10:12 11:7, 4:7 gegen Christine Engel mal wieder gezwungen ihren Kampfgeist zum 11:9 zu beschwören. Mit ein wenig mehr Konzentration gelang ihr der Siegpunkt mühelos.

Statement NSC Watzenborn-Steinberg – Trainer Markus Reiter

„Wir besaßen zweimal die realistische Chance zum Sieg, wobei sie bei Angelina beim 10:10 im fünften Abschnitt sowie eigenem Aufschlag sicherlich am größten war. Doch Angelina hielt nicht immer ihre taktische Marschroute ein und wurde natürlich prompt bestraft. Andererseits ist bei ihr auf jeden Fall eine Steigerung zu den Vorjahren zu erkennen, denn in rund einem Drittel ihre Spiele hielt sie mehr als gut mit. Eine glückliche Phase mit Netzrollern unserer Nummer eins überstand Waggermayer mit viel Routine und sicheren Bällen. Im Doppel fehlte Angelina und Inka die Beständigkeit, mit der sie in der Vorrunde noch gewannen. Christine kam am Freitag erst aus dem Urlaub, und krank noch dazu, sie musste Antibiotika nehmen. Deshalb fehlte ihr schließlich auch ein wenig die Fitness. Dennoch tat sich Michajlova, die für ihre variablen Aufschläge bekannt ist, überraschend schwer. Christine verkaufte sich gut, ebenso wie Sonja, die ausgezeichnete Blockbälle ablieferte. Es war ein munteres Spiel, bei dem wir insgesamt mit sechs Satzgewinnen nicht unzufrieden sind.“

Fazit TuS Bad Driburg – Manager Franz-Josef Lingens 

„Das Doppel hätten wir 1:3 verlieren können, wobei unsere Gegnerinnen über keinen Matchball verfügten. Das Einzel von Elena war ein schönes Konterspiel. Katharina Lag gegen Engel noch 6:9 hinten, aber es ist schon korrekt, mit der entsprechenden Konzentration bog sie den Satz noch um. Wir trafen auf einen netten, fairen Gegner. Wir fuhren unsere Pflichtpunkte ein, alles war in Ordnung.“

Text: Martina Emmert
Fotos: Holger Straede

Tags: