Nina Mittelham führt die Kurstädterinnen zum Sieg

Die Freude beim TuS Bad Driburg war groß, denn die Nummer eins Nina Mittelham machte ihrem Namen als hoffnungsvolles, deutsches Nachwuchstalent beim LTTV Leutzscher Füchse 1990 endlich mal wieder alle Ehre. Die dreifache Mädchen-Europameisterin von 2013, die immer wieder durch Verletzungen und Krankheit in ihrem Aufwärtstrend gestoppt wird, präsentierte sich schon im Doppel zusammen mit Sarah de Nutte beim 11:6, 11:9, 6:11, 9:11, 11:7 gegen Huong Do Thi/Linda Renner gut aufgelegt, und die 18-Jährige gab auch Marina Shavyrina beim deutlichen 3:0 nicht die Spur einer Chance. Doch auch die Messestädterinnen konnten sich zum Auftakt auf ihre Spitzenspielerin verlassen. Kathrin Mühlbach punktete im Doppel mit 3:1 an der Seite von Shavyrina gegen Katharina Michajlova/Andrea Todorovic sowie im Einzel mit 14:12, 8:11, 12:10, 11:7 gegen den Luxemburgerin de Nutte. Nach einem 7:10 wirkte sich der dritte Durchgang richtungsweisend aus. 

Anna-Marie Helbig rechtfertigt das Vertrauen
Nach der Pause gewann die Begegnung weiter an Klasse, denn Anna-Marie Helbig, die für Do Thi im Einzel antrat, triumphierte mit einem 7:11, 11:6, 11:9, 5:11, 12:10 gegen Todorovic. Nach einem 1:4 im fünften Abschnitt versuchte die Serbin den Lauf von Helbig mit einem Time-out zu stören. Der Plan schlug zum 4:8 und 7:10 erst einmal fehl, beim 10:10 sah die Welt auf einmal doch wieder freundlicher aus. Helbig bewahrte jedoch die Nerven. Im Gegenzug bestätigte Michajlova ihre blendende Form mit einem engen 11:8, 8:11, 11:4, 9:11, 11:5 gegen Renner.
 

 

Sarah de Nutte fährt wichtigen Punkt ein
Nach dem 3:3-Zwischenstand setzte sich der TuS entscheidend ab, denn im oberen Paarkreuz glänzte Mittelham auch im Spitzenduell mit 7:11, 11:6, 11:5, 11:5 gegen Mühlbach. Überraschend wenig Widerstand verspürte de Nutte beim 3:0 gegen Shavyrina. Helbig steckte dann auch gegen Michajlova den Kopf nicht in den Sand, obwohl Renner zügig mit 3:11, 9:11, 5:11 scheiterte und die Niederlage nicht mehr abzuwenden war. Nach einem 1:11 fand die Nummer drei ihren Rhythmus und verlangte bis zum 12:10, 11:7, 9:11 ihrer Konkurrentin alles ab. Die 120 Zuschauer sahen ein attraktives Spiel, doch dann gewann Michajlova zum 11:3 klar die Oberhand. Die Kurstädterinnen rückten ihrem sportlich geplanten Klassenerhalt bei nunmehr drei Zählern Vorsprung gegenüber dem Tabellenneunten aus Leipzig einen riesengroßen Schritt näher.

Kommentar TuS Bad Driburg – Manager Franz-Josef Lingens
„Das war ein schönes und spannendes Spiel, und über den Ausgang sind wir froh und dementsprechend zufrieden. Nach dem 3:3 verlor Nina den ersten Satz, doch unsere Nummer eins spielte überragend und zerstreute meine kurzfristigen Bedenken. Da waren richtige Zauberbälle dabei, Mühlbach wusste zum Schluss nicht mehr was lief und wirkte deprimiert. Nina agierte sehr kontrolliert. Die Doppel waren nicht so gut, mit etwas Pech hätte es auch 0:2 stehen können. Andrea kränkelte leicht, ihr Sieg im zweiten Spiel zählte dann ja nicht mehr. Katharina wird immer sicherer, und Sarah ließ gegen Mühlbach ein 1:1 und 10:7 ungenutzt. Dafür gab sie Shavyrina nicht den Hauch einer Möglichkeit. Unser minimales Soll haben wir erfüllt, eventuell können wir auch noch den TSV Schwabhausen erreichen, der drei Punkte vor uns liegt.“

Text: Martina Emmert
Bild: Holger Straede

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