Sonntag, 14 Uhr: SV DJK Kolbermoor – TuS Bad Driburg - Shamini Kumeresan bleibt Zuhause

Für den SV DJK Kolbermoor steht fest, dass die beiden Punkte gegen den TuS Bad Driburg nicht aus der Hand gegeben werden sollen. Die Höhe des Sieges spielt dabei keine Rolle. Auch in dieser Begegnung dient die Deutsche Meisterschaft mit Vergleichen, denn im Viertelfinale gewann die SV DJK-Spitzenspielerin und spätere Deutsche Meisterin im Doppel Sabine Winter gegen Nina Mittelham mit 4:0. Und natürlich stellte die 22-Jährige im Einzel gegen Solja ihr kraftvolles Spiel unter Beweis, doch die Berlinerin entpuppte sich einen Tick stärker. Die Teilnahme der Kurstädterin war nach einer Misere von Krankheit und Verletzungen besonders erfreulich, und ihre Leistung war schon wieder bemerkenswert. „Das war so schlecht nicht, was ich da gesehen habe. Und auch die Schlaghärte überraschte mich bei der zierlichen 18-Jährigen.

Ich kann das gut beurteilen, denn wenn Sabine in den Angriff kommt, dann feuert sie ganz schön was ab. Nina lag sogar teilweise in Führung, aber dann fehlte ihr wohl doch noch etwas die Sicherheit. Sie spielt für einen anderen Verein, aber es wäre auch für die Nationalmannschaft wichtig, dass sie gesund bleibt. So viele nationale Talente in dieser Altersklasse sind nicht in Sicht“, hält SV DJK-Vorstandmitglied Frank Berger Lob für die gegnerische Nummer eins parat. Der Tabellenvierte will aber seine Favoritenrolle gegen die im Abstiegskampf steckenden Gäste nutzen, darüber ließ auch Berger keine Zweifel aufkommen. „Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung, wobei ich zwei bis vier Gegenpunkte für möglich halte. Sarah de Nutte ließ durch Erfolge gegen Britt Eerland (Bingen/Münster-Sarmsheim) und Tanja Krämer (Busenbach) zuletzt aufhorchen“, ergänzt Berger.

„Wir reisen schon am Sonnabend an, denn wir müssen uns insgesamt auf 1800 Kilometer einrichten. Kolbermoor ist für uns die weiteste Fahrt, ein richtiger Kraftakt. Nina scheint jetzt wirklich auf einem guten Weg zu sein. Dass sie für die Weltmeisterschaft im April in Suzhou nominiert wurde hat ihr sicher gut getan, und bestätigt natürlich auch wieder ihr großes Talent. Wir werden ohne Elena Waggermayer antreten, und wollen uns achtbar aus der Affäre ziehen. Oben wird es für uns schwer, aber wir wollen um jeden Punkt kämpfen, denn am Ende entscheidet vielleicht das Spielverhältnis. Wir sind voll motiviert. Leider können wir nicht mehr auf Shamini Kumaresan zurückgreifen. Sie wurde vom indischen Verband nicht für die German Open nominiert, und der finanzielle Aufwand ist mir allein zu groß. Umso mehr hoffen wir, dass Nina fit bleibt“, erläutert TuS-Manager Franz-Josef Lingens.     

Text: Martina Emmert

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