TuS mit Außenseiterrolle

Sonntag, 14 Uhr: ttc berlin eastside – TuS Bad Driburg

Herbstmeister ttc berlin eastside vertritt als einziger Verein die Farben Deutschlands in einem internationalen Wettbewerb und verdient sich dadurch sicherlich Anerkennung, aber nicht immer läuft die Unterstützung ideal. Denn auch das Spiel gegen den TuS Bad Driburg hätte ttc-Trainerin Irina Palina gern verlegt: „Wir müssen noch in der Nacht vom Semifinal-Rückspiel der Champions-League aus Istanbul zurückfliegen. Ich muss aber betonen, dass Franz-Josef Lingens sehr nett war und sofort verlegen wollte. Doch leider war Nina Mittelham von der Landesmeisterschaft am vergangenen Wochenende nicht freigestellt, sodass sich der mögliche Termin zerschlug. Pech für uns, das sie trotzdem absagte. Also hoffe ich, dass trotzdem alles gut für uns ausgeht, auch wenn wir nicht ausgeruht sind. Die Niederlage in der Königsklasse macht uns natürlich schon zu schaffen, wir wären dem Konkurrenten gern erst im Finale begegnet. Und hinterher ist man natürlich immer schlauer und denkt über die Wahl der Aufstellung nach. Petrissa Solja spielt jetzt im oberen Paarkreuz, und muss dort sicher auch mit Misserfolgen klar kommen. Sie ist erst 20 Jahre alt. Diese Phase heißt es zu überstehen, dann wird sie eine wirklich starke Spielerin. Die Ausgangslage in der Jugend und bei den Erwachsenen ist eine ganz andere. Petrissa ist auf einem guten Weg, der lang ist, und auch bei ihr gibt es immer noch ein Aber…“, sagt der versierte Coach Palina. 

 

Umstellung zur Rückrunde erfolgte aus taktischen Gründen

„Spitzenspielerin Nina Mittelham war stark erkältet und hatte eine Hals-Nasen-Entzündung, sodass sie seit unserem letzten Spiel der Hinrunde nicht viel trainieren konnte. Ihr Einsatz in Berlin ist geplant, aber wir müssen abwarten, wie sie sich fühlt. Ein hartes Turnier wie eine Landesmeisterschaft war auf Anraten ihres Arztes nicht sinnvoll. Wir hoffen aber, dass sie uns spätestens am 7. Februar, im für uns wichtigen Match gegen den TV Busenbach, zur Verfügung steht. Beim ttc sind wir realistisch, der Leistungsunterschied ist zu groß. Wir treten mit einer guten Mannschaft an, das ist Ehrensache, aber ob uns überhaupt ein Gegenpunkt gelingt, wage ich zu bezweifeln“, meint TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

Der Aufsteiger zog die bisherige Nummer zwei Andrea Todorovic nach hinten und diese Position übernimmt jetzt die ehemalige österreichische Nationalspielerin Elena Waggermayer. „Elena trainiert aber nach wie vor nur gelegentlich. Sie schloss gerade ihre Ausbildung zur Bürokauffrau ab und folgt ihrem Ehemann Herbert nach Laboe, der dort Geschäftsführer in einem Hotel ist. Sie erhielt dort ebenfalls eine Anstellung und wird uns nicht mehr regelmäßig zur Verfügung stehen. Shamini Kumaresan kommt erst im März zu den German Open aus Indien zurück. In der Bundeshauptstadt treten wir voraussichtlich mit Nina, Elena, Sarah de Nutte und Andrea an. Fällt Nina aus, muss natürlich Katharina Michajlova ran“, gibt Lingens die Aufstellung bekannt.

Text: Martina Emmert
Fotos: Holger Straede

Tags: