TuS freut sich auf Shi Qi und Nadine Bollmeier

Im Vorfeld der Partie werden bei Franz-Josef Lingens, Manager beim TuS Bad Driburg Erinnerungen wach, denn mit dem TUSEM Essen kommen gleich zwei ehemalige Spielerinnen in die Kurstadt. „Als Qi aus China nach Deutschland kam, war ihre erste Station bei uns. Und Nadine kenne ich schon so lange, da war sie noch C-Schülerin. Sie ist quasi mit uns groß geworden. Sie spielte acht Jahre für uns, 1993 wurden wir mit ihr Deutscher Mannschaftsmeister bei den A-Schülerinnen. Wir stiegen mit ihr von der Regionalliga bis in die 1. Bundesliga auf“, so Lingens. Auch an das entscheidende Aufstiegs-Duell in der 2. Bundesliga Nord beim BSV Eintracht Baunatal denkt der Manager zurück, denn da gewann Nina Mittelham, obwohl sie nicht fit war, mit 11:9 im fünften Satz gegen Qi, während Andrea Todorovic in fünf Sätzen hauchdünn unterlag. An diesem Konkurrenzkampf war auch die Neu-Essenerin Alena Lemmer beteiligt.

„Wir werden wieder ohne Sarah de Nutte spielen, und natürlich wollen wir uns gegen den Tabellenzweiten möglichst teuer verkaufen. Voraussichtlich werden wir zu fünft antreten. Nina hat in beiden Spitzeneinzeln, auch gegen Barbora Balazova, nichts zu verlieren. Neben ihrem großen Talent ist ihr zweites Plus, dass sie Drucksituationen liebt. Auch beim 9:9 fühlt sie sich noch pudelwohl und bleibt cool“, erläutert Lingens.

TUSEM Essen ist in der Favoritenrolle

„Wir wollen unseren zweiten Platz in die Weihnachtspause retten, und wir hoffen, dass Qi ihren grippalen Infekt bis dahin auskuriert hat. Barbora befindet sich ohne Frage weiter im Aufwärtstrend, allerdings bedeuten körperliche Unterschiede durch Größe oder Schlaghärte im Tischtennis nichts. Ich habe das Endspiel bei den Grand Finals gesehen, an dem auch eine schmächtige, zierliche Spielerin wie Mittelham beteiligt war. Was sie dort abrief, war unglaublich. Aber mental war Barbora zuletzt wesentlich besser dabei. In diesem Bereich würde ich mir bei Alena noch mehr Zutrauen in ihr eigenes Können wünschen. Sie ist oft unzufrieden, das muss nicht sein. Ob sie oder Yin Na im Einzel antritt entscheidet sich kurzfristig. Wir sehen uns auf jeden Fall in der Favoritenrolle beim Aufsteiger. Wir sind bislang guter Dinge, denn im Prinzip kassierten wir nur die einzige, aber einkalkulierte Niederlage gegen den ttc berlin eatside. Gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und die SV Böblingen hatten wir sicher etwas Glück. Lediglich in Kolbermoor war das Unentschieden nach einem 2:0 in den Doppeln ein Punktverlust“, fasst TUSEM-Geschäftsführer Klaus Ohm zusammen.

Text: Martina Emmert

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