Neue Westfälische: Mittelham fährt zur Jugend-EM

Bad Driburg (jura). Bei der letzten Jugend-Europameisterschaft war Nina Mittelham als "Königin von Ostrava" betitelt worden, weil sie gleich drei Europameistertitel abräumte. Sie holte Gold im Einzel, im Doppel zusammen mit Theresa Kraft und im Mixed zusammen mit Kilian Ort - ein unglaublicher Erfolg. Am heutigen Mittwoch fliegt sie mit 17 weiteren Spielerinnen und Spieler - je fünf Mädchen und Jungen sowie jeweils vier Schülerinnen und Schüler - sowie dem Betreuerteam nach Italien, um erneut bei der Jugend-EM anzutreten. Für das Turnier hat sich dieses Mal eine Rekordzahl von 46 Teilnehmernationen angemeldet. An den zehn Turniertagen werden die knapp 550 Aktiven, unterstützt von 200 Betreuern, rund 3.500 Partien austragen. Es geht insgesamt um 14 Titel: Mannschaft, Einzel, Doppel und Gemischtes Doppel in allen Altersklassen. Austragungsort ist das 25.000 Quadratmeter große Baltera-Expo-Gelände, das für die JEM mit 24 Wettkampf- und 24 Trainingstischen ausgestattet ist.Zum Mädchen-Kader gehören neben Mittelham Caroline Hajok (Tostedt), Alena Lemmer (Essen), Chantal Mantz (Kolbermoor) und Yuan Wan (Bingen/Münster-Sarmsheim). Zunächst kämpfen sie zusammen im Teamwettbewerb, der von Freitag bis Dienstag ausgetragen wird. Von Donnerstag bis Sonntag finden dann die Einzel-, Doppel- und Mixed-Wettkämpfe statt.

Trotz ihres unglaublichen Erfolgs im letzten Jahr hält sich Mittelham mit Prognosen bedeckt. "Ich war ziemlich lange verletzt und bin froh, dass ich jetzt überhaupt wieder spielen kann", sagt sie. "Nach meinem ganzen Verletzungspech scheint es jetzt aber wieder bergauf zu gehen." Seit Herbst 2013 hatte Mittelham mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste unter anderem die Jugend-Weltmeisterschaft, mehrere Zweitliga-Partien und die German Open absagen. In Italien tritt sie nun das erste Mal seit November 2013 wieder bei einem internationalen Wettkampf an. "Ich habe mir nicht als Ziel gesetzt, alle drei Titel zu verteidigen. Das wäre natürlich toll, ist aber nicht unbedingt realistisch." Als größte Konkurrenz auf dem Weg zum Titel sieht Mittelham dabei ihre eigenen Team-Kolleginnen: "Vier aus unserer Mannschaft sind unter den besten acht Spielerinnen Europas", erklärt sie. "Aber auch Lea Rakovac aus Kroatien, gegen die ich letztes Mal im Finale gewonnen habe, wird eine harte Gegnerin. Aus Rumänien kommen auch einige richtig gute Spielerinnen. Ich kann die Spielstärke der Gegner prinzipiell nur schwer einzuschätzen, weil ich sie alle lange nicht gesehen habe", fügt die Schülerin hinzu.

Quelle: nw-news.de

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