Neue Westfälische - Driburger Herren halten gut mit

Bad Driburg. Die Driburger Tischtennis-Herren haben sich erstaunlich gut geschlagen. Im Freundschaftsspiel gegen die erste Damen-Mannschaft des TuS, die gerade erst in die erste Bundesliga aufgestiegen ist, verlor der Landesligist nur knapp mit 7:9. So ganz ernst genommen haben die Damen um Spitzenspielerin Nina Mittelham die Partie aber nicht. Dafür war es ein nettes Event für Verein und Fans - und es gab ein erstes Kennenlernen mit Neuzugang Sarah de Nutte. Es war de Nuttes erster Besuch in Bad Driburg. Die 21-Jährige Luxemburgerin war aus dem Nachbarland zusammen mit ihrer Mutter angereist, um sich ihren neuen Verein und die Spielstätte genauer anzusehen. Montag und Dienstag blieb Driburgs Neuzugang im Kreis Höxter, lernte die Mannschaft kennen und stellte sich bei den Sponsoren vor. Montagabend stand dann das Freundschaftsspiel gegen die erste Herren-Mannschaft auf dem Programm.

Für Driburgs Manager Franz-Josef Lingens ist es immer eine ganz schöne Herausforderung, vor Saisonbeginn einen Termin zu finden, an dem alle seine Spielerinnen Zeit haben. "Das war der einzig mögliche Termin und es war nicht leicht, den zu finden", sagt er und seufzt. Erst am Sonntag endete für Nina Mittelham der Abschlusslehrgang der  DTTB-Nachwuchsteams im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf. Am heutigen Mittwoch geht es für die 17-Jährige schon wieder weiter nach Riva del Garda (Italien), wo am Freitag die Jugend-Europameisterschaft beginnt (11. bis 20. Juli). Bis auf Shamini Kumaresan, deren Anreise aus Indien aus Kosten- und Zeitgründen nicht machbar war, kam Anfang der Woche nun erstmals das ganze Team zusammen. Nina Mittelham, Andrea Todorovic, Sarah de Nutte, Katharina Michajlova und Elena Waggermayer scheinen sich gut zu verstehen - an der Platte hatten die fünf jedenfalls Spiellaune. Besonders Andrea Todorovic witzelte mit den Spielern der ersten Herren-Mannschaft und hatte sichtlich Spaß. Die Idee zum Freundschaftsspiel kam von den Herren. "Ich bin gebeten worden, ob man das nicht mal arrangieren könne", berichtet Lingens.

"Normalerweise dürften die Herren keine Chance gegen die Bundesliga-Damen haben, aber unsere erste Mannschaft spielt immerhin Landesliga und wird durch die Zugänge von Michael Koch und Romeo Solfato als einer der Aufstiegsfavoriten gehandelt", fügt Driburgs Manager hinzu. Andrea Todorovic und Katharina Michajlova gaben in ihren Partien auch richtig Gas, Nina Mittelham spielte hingegen offensichtlich nicht mit ganzer Kraft. Verständlich, die braucht sie schließlich in Italien. Die Driburger Herren hat das Aufeinandertreffen gefreut. "Bei den Heimspielen der Damen sind wir immer dabei und fiebern mit. Und auch beim entscheidenden Spiel in Baunatal sind wir mitgereist", berichtet Christian Richau vom TuS Bad Driburg. "Für uns war das daher ein einmaliges Erlebnis. In erster Linie ging es dabei um Spaß. Dass wir verlieren, war sowieso klar", sagt der 32-Jährige aus Ottbergen. Nach der Partie gingen beide Driburger Mannschaften sowie weitere Vereinsmitglieder und Fans gemeinsam Essen.

Quelle: nw-news.de

Tags: