Jahresrückblick: Lingens spricht über Fans, Spielerinnen und Ziele

1. Übersicht

Bad Driburg ist erstklassig. Wir haben es tatsächlich geschafft, die Meisterschaft in der 2.Bundesliga und damit den Aufstieg in die 1.Bundesliga. Ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, da Baunatal im letzten, alles entscheidenden Spiel Zuhause als Favorit galt und zudem unsere Nr.1, Nina Mittelham, nach ihrem Muskelfaserriss 3 Wochen vorher noch nicht richtig fit war. Aber die Mannschaft wollte ihre Chance unbedingt nutzen, kämpfte und spielte unter der riesigen Anfeuerung der über 100 mitgereisten Fans großartig und holte dann tatsächlich das zur Verteidigung des ersten Tabellenplatzes nötige 5:5 Unentschieden. Die Feier anschließend, zunächst in der Baunataler Halle und dann noch lange in Bad Driburg war unbeschreiblich schön und werden wir wohl alle nie vergessen. Damit spielt Bad Driburg in der nächsten Saison ab September in der 1.Bundesliga und ich denke, dass die Mannschaft, der gesamte Verein und alle Driburger darauf stolz sein können. Für mich persönlich war es ein überwältigendes Gefühl, war es doch nach jahrelanger Aufbauarbeit das Erreichen des großen Ziels.

 

2. Der Saisonverlauf

Zehn Vereine starteten im vergangenen September in die Saison 2013/2014. Baunatal, Hövelhof und wir wurden für die Meisterschaft am höchsten gehandelt, wobei Hövelhof eigentlich als Top-Favorit galt. Aber schon während der Hinrunde stellte sich schnell heraus, das Hövelhof durch die klaren Niederlagen gegen uns und Baunatal sowie einem weiteren Remis aus dem Rennen schien. Dagegen zogen Baunatal und wir souverän durch Sieg auf Sieg unsere Bahnen. Zwischen uns beiden war schon am 2.Spieltag das 1.Spitzenspiel. Aber für uns stand das Spiel unter einem schlechten Vorzeichen, da Nina aufgrund ihrer Ellenbogenverletzung nicht antreten konnte und ihre beiden Einzel kampflos abgeben musste. Diese taktische Maßnahme bedeutete für uns aber, das wir nicht mit der Aufstellung aufrücken mussten und "unten" an Pos. 3 und 4 stark blieben. Und es gelang tatsächlich. Realistisch betrachtet hatten wir nur sechs Chancen zu punkten, nämlich ein Doppel, Andrea Todorovic gegen die Nummer zwei der Gäste und eventuell alle vier Punkte "unten". Wir hatten aber auch bei diesem 6:4-Sieg das nötige Glück auf unserer Seite, denn vier der sechs Siege gelangen in der Verlängerung des jeweils entscheidenden 5.Satzes und jedes Mal nach Abwehr von mehreren Matchbällen. Im Verlauf der weiteren Saison mussten wir noch 3x diese Taktik der Aufstellung anwenden, da Nina die ganze Saison durch Krankheiten und Verletzungen vom Pech verfolgt war. Wir starteten dann praktisch immer mit 0:3, konnten aber bis auf einmal trotzdem mit 6:3 bzw. 6:4 siegen. Nur in Essen am ersten Rückrundenspieltag reichte es "nur" zu einem 5:5 Unentschieden. Ansonsten gab es die ganze weitere Saison sowohl für Baunatal und uns nur Siege, sodass das entscheidende letzte Spiel für uns in Baunatal anstand.

 

3. Das Baunatal-Rückspiel

Die Ausgangsposition war also klar. uns reichte ein Unentschieden zu Meisterschaft und Aufstieg, Baunatal musste gewinnen! 400 Zuschauer verfolgten dieses Spiel, wovon unsere ca.140 stimmungsmäßig die Halle dominierten. Unglaublich ! Seit Wochen vorher musste ich schon für die neue Saison 2-gleisig planen, da klar war, dass der Tabellenzweite keine Aufstiegschance besaß. Innerlich hatte ich mich schon ein wenig darauf eingestellt, noch ein weiteres Jahr 2.Liga zu spielen, da Baunatal aufgrund ihrer zwei Top-Chinesinnen als Favorit galt und unsere Nr.1, Nina Mittelham aufgrund ihres Muskelfaserrisses drei Wochen vorher nicht richtig fit war. Nach den beiden Anfangsdoppeln stand es 1:1 Unentschieden, wobei E.Waggermayer und K.Michajlova souverän mit 3:0 den Punkt machten. "oben" endeten die beiden Spiele wieder ausgeglichen. Nina kämpfte mit ihrer Verletzung gegen die Nummer zwei des Gastgebers, Alena Lemmer, ihre Freundin, letztjährige U15-Europameisterin und Internatskollegin, fünf lange Sätze und gewann schließlich glücklich nach Abwehr von zwei Matchbällen mit 15:13. Auf der anderen Seite hatte Andrea Todorovic erstmals eine Siegchance gegen die Spitzenspielerin Baunatals, Qi Shi. Leider konnte sie nach 2:1 Satzführung im 4.Satz bei 10:10 und 11:11 diese Gelegenheit nicht nutzen und unterlag mit 8:11 im letzten 5.Satz. Es blieb auch "unten" weiterhin spannend. Katharina Michajlova holte unseren dritten Punkt mit einem klaren 3:0 Sieg gegen ihre weißrussische Gegnerin. Am zweiten Tisch hatte allerdings Elena Waggermeyer die erwarteten Probleme mit Baunatal zweiter Chinesin und unterlag in vier Sätzen. Damit 3:3 bei Halbzeit und Pause.

Die Spannung stieg und stieg. Jeder rechnete für sich, welches Team macht wo die nächsten Punkte und wie geht es aus. Uns fehlten noch zwei Punkte, Baunatal drei. Unsere größten Chancen sahen wir hierbei Andrea Todorovic gegen die Nummer zwei und Elena gegen die an Position vier spielende Spielerin. Aber es sollte anders kommen, denn wie meistens, wer vorher rechnet, rechnet verkehrt. Die beiden nächsten Spitzeneinzel standen an und Andrea machte tatsächlich in einem ihrer besten Spiele für uns den Punkt mit einem klaren 3:0 Sieg gegen Alena Lemmer. Am anderen Tisch hatten die meisten Driburger, Nina geraten, aufgrund ihrer wieder aufgebrochenen Verletzung, ihr Einzel kampflos abzugeben. Aber sie wollte unbedingt spielen. Originalton Nina: „Ich habe diese Saison schon so oft gefehlt, ich will der Mannschaft wenigstens versuchen zu helfen. Keiner in der Halle konnte aber mit einem Sieg von Nina ausgehen, zumal sie gegen die beste Spielerin der 2.Liga ran musste. Unter Druck stand natürlich mehr Qi Shi und wirkte etwas nervös, während Nina cool ihre Chancen immer wieder nutze. Wieder ging es in den 5.Satz und nach einem 6:8 Rückstand drehte Nina das Spiel unter ohrenbetäubender Begeisterung unserer Fans noch zum 11.9 Sieg und zu unserer 5:3 Führung und damit waren die Meisterschaft und der Aufstieg gesichert. Anschließend war die Luft natürlich in den beiden letzten Einzeln ein wenig raus und wir verloren diese beiden Punkte noch zum 5:5 Endstand.

4. Die Mannschaft

Unser großes Plus, das letztendlich der Aufstieg gelang, war unser komplettes Team einschließlich Betreuer und dem gesamten Umfeld. Selten trat für den TuS Bad Driburg ein so homogenes Team an, sodass auch viele Außenstehende merkten, das da eine "Mannschaft" spielt. So wurden sehr viele Abteilungsmitglieder und Fans in den Bann des Teams gezogen und unterstützten damit die aktiven Spielerinnen. Und entscheidend war unsere Ausgeglichenheit innerhalb des Teams. Auch wenn Nina ausfiel, so war doch der Rest der Mannschaft immer wieder in der Lage, dies auszugleichen. Damit standen vor allem Andrea, Katharina und Elena oft unter Druck, fast alles gewinnen zu müssen. Bemerkenswert, wie cool sie damit umgingen und es zumeist schafften.

 

 

 

5. Die Spielerinnen

Nr. 1 : Nina Mittelham

17 Jahre alt, wohnhaft in Willich bzw. seit ihrem 12.Lebensjahr im deutschen Tischtennisinternat in Düsseldorf

Ihre Stärken: die Super-Technik mit ihrem herausragenden VH-Topspin und ihr guter Kopf in engen Situationen
Schwächen: oft noch zu verspielt und innerlich nicht ernsthaft genug gegen vermeintlich Schwächere
Größter Erfolg: 3-fache U18 Europameisterin 2013

Nina gilt als das große europäische Talent. Warum sie ausgerechnet in Bad Driburg spielt können oft Außenstehende nicht verstehen. Aber sie fühlt sich hier einschließlich der Familie absolut wohl und 1.Bundesliga spielen wir ja nun auch. Was sie trotz Verletzung beim letzten Spiel in Baunatal leistete, war unglaublich. Sie zeigte damit allen, das sie "Driburgerin" ist und hier bleiben wollte. Originalton Bürgermeister Burkhard Deppe: Ich habe noch nie eine 17-jährige gesehen, die so auf die Zähne beißen kann“. Wichtig für die Zukunft wird demnach auch sein, dass sie endlich mal richtig gesund wird. Ihr Programm ist riesengroß: täglich Schule und 2x Training und noch vor der neuen Saison viele Termine wie, Internationale Damen-Turniere, Jugend-EM, Jugend-WM und Jugend-Olympic-Games

 

Nr .2: Andrea Todorovic

21 Jahre alt, wohnhaft in Novi-Sad-Serbien bzw. in der Werner-Schlager-Trainingszentrum in Wien

Ihre Stärken: extrem harte VH-und RH-Topspins
Schwächen: oft noch zu viel Risiko in der Eröffnung des Ballwechsels und fehlende Übersicht
Größter Erfolg:  Ranglistensiegerin und damit Nr. 1 in Serbien

Andrea ist eine absolute Team-Spielerin. Ihr Einsatz und Kampfgeist ist immer enorm vorbildlich. Sie war "oben" fast immer gegen schwächere Teams nicht zu schlagen und in den Spitzenspielen gewann sie immer mindestens ein Einzel Ihre Trainingszukunft liegt weiterhin in Wien, wo sie bei täglichem Training konsequent den Weg Richtung europäische Spitze gehen will.

 

 

Nr. 3 : Katharina Michajlova

25 Jahre alt, die Gelsenkirchenerin studiert in Bielefeld Psychologie, trainiert viel mit Herren in Bielefeld.

Ihre Stärken: Aufschlag und kompromissloses Konterspiel
Schwächen: oft die Verteidigung

Katharina war in ihren jungen Jahren auch Stamm-Jugend-Nationalspielerin mit vielen internationalen Erfolgen.Die aktuelle deutsche Hochschulmeisterin hat sich aber anschließend wohlüberlegt auf ihr Studium und ihre berufliche Zukunft konzentriert. Natürlich ist dadurch ihr Trainingspensum nicht mehr so hoch, aber sie war die ganze Saison "unten" eine Bank, denn bei nur drei Einzelniederlagen war sie immer für Punkte gut.

 

 

Nr. 4: Elena Waggermayer

31 Jahre alt, wohnhaft in Brakel, Training in Bad Driburg mit unseren Herren

Ihre Stärken: VH-Topspin und RH-Schuss, gute Übersicht und gut gegen Abwehr
Schwächen: Probleme auch oft, wenn sie gut angegriffen wird
Größter Erfolg: russische Vizemeisterin 2004

Elena ist auch wie Katharina die Verlässlichkeit in der Person. Die gebürtige Russin und seit ihrer Heirat mit Herbert.Waggermeyer aktuelle österreichische Nationalspielerin muss immer wieder Ausbildung und Familie (Tochter 5 Jahre alt) unter einem Hut bringen. Es ist mehr als erstaunlich, dass sie trotz des geringen Trainingsaufwandes lediglich drei Einzelniederlagen aufzuweisen hat und damit dem Team zu jeder Zeit Ruhe gab, weil ihre Punkte fast immer eingeplant werden konnten. Ihren starken Willen ließen sie dabei meist auch noch cool bleiben.

 

 

Nr.5/6 : Kristin König und Martina Mettig

Auch diese beiden haben ein großes Lob verdient. Beide mussten aufgrund des 4-maligen Fehlens von Nina im Einzel je zweimal im Doppel mit Andrea antreten. Obwohl ein Sieg nicht möglich war, haben die in der 2.Mannschaft (Verbandsliga) spielenden den guten Zusammenhalt bewiesen und damit zum Super-Klima mit ihrem Einsatz beigetragen.

 

6. Die Doppel

Mit Abstand stellten wir in der Liga die besten Doppel. Fast bei jedem Spiel führten wir nach den beiden Anfangsdoppeln mit 2:0. Sensationell vor allem das Doppel Katharina Michajlova und Elena Waggermayer, die von 18 ausgetragenen Mannschaftsspielen 17x zusammen spielten und alle 17 gewannen. Unglaublich, das gibt es in einer Saison selten so etwas, und das, obwohl sie auch oft gegen das stärkere Doppel des Gegners ausgelost wurden. Dagegen wackelten Nina Mittelham und Andrea Todorovic häufig, verloren aber auch nur drei Begegnungen. Insgesamt bedeuteten die Doppel unsere Versicherung.

 

7. Die Bilanzen

Nina Mittelham 16:12 (Davon acht abgeschenkt)
Andrea Todorovic 19:10
Katharina Michajlova 23:3
Elena Waggermayer 19:3

Michajlova/Waggermayer 17:0
Mittelham/Todorovic 10:3

 

8. Die Abschlußtabelle

1. TuS Bad Driburg                       34 : 2 Punkte
2. GSV Eintracht Baunatal            33:  3
3. TTV Hövellhof                            27 : 9
4. TTK Anröchte                            19:17 
5. MTV Tostedt                             17:19  
6. TTVg Rot-Weiß Kleve               17:19
7. TuS Hamm Uentrop                  13:23
8. TTK Großburgwedel                 11:25
9. TV Essen-Kupferdreh                 9:27 
10.DJK Blau-Weiß Münster            0:36

 

9. Die Halle

Viel Arbeit steckt bei jedem Heimspiel im Aufbau der professionell gestalteten Halle. Ca. acht bis zehn Helfer sind ab 10.00 Uhr morgens (Spielbeginn 14.00Uhr) immer ca. 1,5 Stunden im Einsatz, um diese schönen Spielbedingungen (einschl. des zu verklebenden roten Fußbodens) zu präsentieren. Auch das war ein Grund, warum Nina Mittelham vor zwei Jahren zu uns wechselte und zusätzlich werden unsere Sponsoren bestens ins Licht gerückt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werden wir nächste Saison wieder in die 3-fach Turnhalle umziehen. Natürlich bietet die "große" Halle auch Vorteile, aber die Atmosphäre in der kleinen Grundschulturnhalle war schon phantastisch. Wir haben aber keine Wahl, da der Deutsche Tischtennis Bund in der 1. Bundesliga zwei Spielboxen von je 14 x 7 Meter verlangt und die jetzige Halle nur 27 meter Länge vorweist. Ausnahmegenehmigungen gibt es nur in der 2. Bundesliga.

 

 

10. Das Umfeld

Nichts geht ohne ein gesundes Umfeld. Alle Spielerinnen betonen immer wieder, das sie sich in Bad Driburg wohlfühlen und das auch ein familiäres Klima herrscht. Und da möchte ich mich ganz herzlich bei vielen Vereinsmitgliedern bedanken, die daran einen enormen Anteil haben. Den Beweis lieferte z.B. Nina in Baunatal, wo sie für den Verein trotz Verletzung alles gab und in Kauf nahm, zwei Wochen später die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften absagen zu müssen. Originalton nochmal Nina nach dem Spiel: „Lieber jetzt nochmal zwei Wochen verletzt, als nochmal ein Jahr 2. Bundesliga oder den Verein verlassen zu müssen, um in der 1. Bundesliga spielen zu können“.

11. Die Abteilung

Auch ohne eine gesunde Abteilung im Hintergrund kann alles nicht gut funktionieren, denn auch das "Profi"-Team ist eine Mannschaft des TuS Bad Driburg und muss ein anerkanntes Team der Abteilung sein. Bei insgesamt 15 aktiven Mannschaften (6x Herren. 3x Damen, 2x Jungen, 1x Schüler, 2x Mädchen, 1xSchülerinnen) gibt es für alle Aktiven auch persönliche Ziele und viele logistische Herausforderungen, die alle möglichst unter einem Hut gebracht werden wollen. Und Kernstück jeder Abteilung ist eine blühende Jugendarbeit. Hier sind wir aber auch, vor allem beim weiblichen Nachwuchs, auf einem guten Weg.

 

12. Die Fans

Die Zuschauer-Statistik in der 2. Bundesliga weist aus, dass wir die meisten Zuschauer haben. Obwohl wir bei allen Spielen immer mind. 100, bei Spitzenspielen über 200, haben, bin ich da nie richtig zufrieden. Aber diese Anzahl wächst zurzeit immer mehr, da es sich doch rumspricht, dass da ein jungen Team mit Herz spielt und sich mit dem Verein identifiziert. Und Spannung und Spitzensport wird ja auch geboten. Unglaublich war die Unterstützung der Fans beim letzten entscheidenden Spiel in Baunatal. Damit konnte auch ich nicht rechnen, aber es hat der Mannschaft extrem geholfen. Es war der helle Wahnsinn, vor, bei und nach dem Spiel. Und wie gut der Zusammenhalt innerhalb der Abteilung ist, zeigt, das fast die komplette erste Herrenmannschaft dabei war.

 

 

 

13. Vorschau auf die neue Saison

Los geht es wieder am Wochenende 6./7.September. Wir freuen uns jetzt schon auf die Herausforderung und die neuen Spiele. Allen muss aber klar sein, das es sportlich sehr schwer wird. Viele der zehn Mannschaften haben mehrere Top-Spitzenspielerinnen. Da wird der Lerneffekt manchmal größer sein. Wir brauchen uns aber nicht verstecken. Unsere junge Mannschaft wird lernen und wachsen und mindestens zwei Teams sind schwächer einzuschätzen. Der Abstieg dürfte unter normalen Umständen kein Thema sein und mehr können und wollen wir im ersten Jahr auch nicht. Auf Dauer muss aber das Ziel sein, um Nina Mittelham herum, eine junge Mannschaft aufzubauen, die auch mal oben in der Tabelle angreifen soll. Dies ist sportlich mit Sicherheit möglich, allerdings brauche ich dazu weiterhin die Unterstützung der heimischen Sponsoren. Wir haben einen sehr guten Namen in Deutschland, aber ohne finanzielle Unterstützung ist natürlich ein Spitzenplatz in der 1.Bundesliga nicht möglich. Aber ich glaube, dass ich da auch auf einem guten Weg bin und ich möchte mich für die tolle Hilfe in der Vergangenheit immer wieder ganz herzlich bedanken. Packen wir es gemeinsam an! Sportlich für die neue Saison steht fest, das alle vier Spielerinnen, die den tollen Aufstieg geschafft haben, auch das neue "Abenteuer" 1.Bundesliga  angehen. Als Verstärkung und zur Kaderauffüllung sind mir zwei tolle, interessante Neuzugänge gelungen:

  1. Die 26-jährige indische Meisterin Shamini Kumaresan und

  2. mit der 21-jährigen Sarah DeNutte aus Luxemburg ein großes Talent, die auch wie Andrea Todorovic unter professionellen Bedingungen in der Werner-Schlager-Akademie in Wien lebt und trainiert.

Alle sechs Spielerinnen sollen gleichmäßig zum Einsatz kommen, wobei jetzt schon feststeht, dass die eine oder andere an einigen Terminen nicht zur Verfügung steht. Aber dann haben wir sechs zur Verfügung, die vergangene Saison zu viert war ein wenig Harakiri und Glück, das es außer Ninas mehrmaligen Fehlens so gut geklappt hat. Denn ein direkter Abstieg wäre fatal und wäre wahrscheinlich nur schwer zu reparieren. Aber ich werde weiterhin mit viel Spaß für die Sache arbeiten und bin überzeugt davon, dass es weiter aufwärts geht

 

Mit sportlichen Grüßen

Euer Franz-Josef Lingens

Fotos: Holger Straede, NW-News, Privat, Westfalen-Blatt

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